• Flüchtlinge aus der Ukraine: Metropolishalle könnte Notunterkunft werden

Flüchtlinge aus der Ukraine : Metropolishalle könnte Notunterkunft werden

Die Stadt sucht weiter nach Unterbringungsmöglichkeiten für Ukraine-Flüchtlinge. Die Solidarität ist weiter groß, wie sich bei Veranstaltungen am Wochenende in Potsdam zeigte.

Die Metropolishalle wird noch vor Ostern zum Flüchtlingsheim
Die Metropolishalle wird noch vor Ostern zum FlüchtlingsheimFoto: Ottmar Winter

Potsdam - Die Stadt Potsdam verhandelt mit dem Land Brandenburg darüber, ob die Metropolishalle am Filmpark Babelsberg zum Notlager für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine wird. Diese Option werde geprüft, sagte ein Stadtsprecher am Sonntagnachmittag auf PNN-Anfrage. Derzeit seien die geschaffenen Kapazitäten aber noch ausreichend. Neben hunderten Plätzen in Hotels und Pensionen hat die Stadtverwaltung auch den Treffpunkt Freizeit sowie die Biosphäre als Notunterkünfte hergerichtet. Die kommunale Bauholding Pro Potsdam teilte mit, auch mehrere Wohnungen im Stadtteil Schlaatz seien bereits zur Unterbringung übergeben worden. Insgesamt rechnet das Rathaus mit rund 2500 Menschen, die je nach Kriegsverlauf auch langfristig untergebracht werden müssten – trotz des leergefegten Wohnungsmarkts in Potsdam.

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Liedermacherin Dota Kehr.
Liedermacherin Dota Kehr.Foto: Andreas Klaer

Unterdessen hält die Solidarität mit den Menschen aus den Kriegsgebieten unverändert an. Neben einem Solidaritätskonzert am Samstag vor dem Brandenburger Tor (siehe Fotos oben) unter anderem mit dem Liedermacher Gerhard Schöne und der Sängerin Dota Kehr fand beispielsweise am Sonntag auf dem Johan-Bouman-Platz ein privat organisiertes Hilfefest mit diversen Bands statt, auch hier waren gut gefüllte Spendenboxen für die Ukraine zu sehen. 

Am Samstag fand die Benefizveranstaltung „Solidarität mit der Ukraine“ in Potsdam statt.
Am Samstag fand die Benefizveranstaltung „Solidarität mit der Ukraine“ in Potsdam statt.Foto: Andreas Klaer

Solches Engagement würdigte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD): „Gemeinsam arbeiten wir im Schulterschluss zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik daran, dass dieser Wille zur Solidarität auch in tragfähigen Strukturen und verlässlicher Unterstützung mündet. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten.“ 

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