• Filmuniversität Babelsberg: Zwei Chancen auf Studenten-Oscars

Filmpreise : Filmuni hat Chancen auf Studenten-Oscars

Zwei Regisseurinnen der Filmuniversität Babelsberg sind bei den diesjährigen Studenten-Oscars nominiert. Vergeben werden die Preise im Oktober in Hollywood.

Knetfigurenanimation: Veronica Solomons "Love Me, Fear Me".
Knetfigurenanimation: Veronica Solomons "Love Me, Fear Me".Foto: promo

Potsdam - Die Filmuniversität Babelsberg geht mit zwei Nominierungen ins Rennen um die diesjährigen Studenten-Oscars. Das teilte die Uni am Montag mit. Chancen hat einerseits die 1980 in Rumänien geborene Veronica Solomon mit ihrem Bachelor-Abschlussfilm „Love Me, Fear Me“ – „Liebe mich, fürchte mich“. Sie ist einer von drei Nominierten in der Kategorie Animation. In der Kategorie „Alternative/Experimental“ ist Nicole Aebersold mit „Rumours“ eine der drei Nominierten. Die Preise in insgesamt sieben Kategorien, davon vier ausschließlich für US-amerikanische Filmhochschulen und drei für internationale Hochschulen, werden am 17. Oktober in Hollywood verliehen.

Geheimnisvoll: Nicole Aebersolds Animationsfilm „Rumours".
Geheimnisvoll: Nicole Aebersolds Animationsfilm „Rumours".Foto: promo

Veronica Solomon stellt in ihrem bereits mehrfach preisgekrönten Animationsfilm die Frage danach, wie weit wir gehen, um geliebt zu werden. Mit tanzenden Knetfiguren erzählt sie über Formen, die wir annehmen, selbstgewählte Bühnen, das Publikum, das wir zu beeindrucken versuchen und den Preis der Akzeptanz. Nicole Aebersold, gebürtige Schweizerin, macht es in „Rumours“, ihrem Abschlussfilm von der Filmuni, neun Minuten lang spannend: „Etwas liegt in der Luft. Es verbreitet sich. Überallhin.“ – so heißt es in der Zusammenfassung. Aebersold ist ausgebildete Dekorationsgestalterin, sie begann 2012 ein Animationsstudium in Babelsberg.

Die Filmuniversität war zuletzt 2016 bei den Studenten-Oscars erfolgreich: Damals wurde Regie-Student Felix Ahrens für seinen Film „Am Ende der Wald“ ausgezeichnet. Die Studenten-Oscars wurden erstmals 1973 von der Oscar-Academy verliehen, um Nachwuchstalente an den US-amerikanischen Filmhochschulen zu fördern. Seit 1981 gibt es Preise auch für Filmemacher aus dem Ausland. Heute werden in jeder Kategorie Preise in Gold, Silber und Bronze vergeben, es winken jeweils auch Geldprämien.