• Falscher Alarm in Potsdam: Gefahreninformation aus Versehen verschickt

Falscher Alarm in Potsdam : Gefahreninformation aus Versehen verschickt

Die Regionalleitstelle Nordwest hat heute Morgen ungewollt eine Gefahreninformation ausgelöst. 

Silke Nauschütz Matthias Arnold
Foto: Sebastian Gabsch (Symbolbild)

Potsdam - Die Regionalleitstelle Nordwest hat aus Versehen eine Gefahreninformation für die Landeshauptstadt Potsdam und die Prignitz ausgelöst. Darin wurde mitgeteilt, dass der Notruf teilweise ausgefallen ist, die Nummern 112 und 110 im Mobilfunknetz im Bereich Potsdam nicht funktionieren worden. Doch Entwarnung: Dies sei aufgrund eines technischen Defekts passiert, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die Information sei ungewollt rausgegangen, der Notruf funktioniere aber und sei nicht ausgefallen, versicherte er. Andere Regionalleitstellen seien von der Fehlinformation nicht betroffen. Bei den Leitstellen gehen unter anderem medizinische Notfälle und Verkehrsunfälle ein.

Großflächiger Ausfall Ende November

Nachdem Einbrecher in einer Betriebsstelle der Telekom Glasfaser- und Kupferkabel durchtrennt hatten, waren am 23. November 2020 rund 2000 Telefon- und Internetanschlüsse im Landkreis Prignitz gestört. Die Täter waren in der Nacht zum Montag in die Betriebsstelle in Karstädt eingedrungen, wie ein Sprecher des Netzbetreibers mitteilte. Kunden mussten sich bis zum Dienstagmorgen auf weitere Störungen einstellen. Zuvor hatte der RBB berichtet, dass in der Region sowie in der Landeshauptstadt Potsdam aufgrund des Einbruchs die Notrufnummern 110 und 112 nicht erreichbar seien. Die Polizei bestätigte das zunächst nicht. In Potsdam habe es lediglich Verbindungsprobleme im Zusammenhang mit der überregionalen Störung beim Netzbetreiber Vodafone gegeben, von der am Montag rund 100.000 Kunden betroffen waren. Ein Vodafone-Sprecher betonte allerdings, dass Notrufe im Falle einer Störung über die Netze anderer Betreiber weitergeleitet würden. Entsprechend dürfte auch im Landkreis Prignitz der Notruf per Handy stets erreichbar gewesen sein, sagte der Telekom-Sprecher. Lediglich per Festnetz sei dies aufgrund des Einbruchs nicht möglich gewesen.

(dpa/ mit HvC)

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