• Ex-Außenminister bei Medienkonferenz in Potsdam: Genscher soll M100 eröffnen

Ex-Außenminister bei Medienkonferenz in Potsdam : Genscher soll M100 eröffnen

Die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" erhält den diesjährigen Media Award der Potsdamer Medienkonferenz M100. Eröffnet wird die Konferenz vom ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

Potsdam - Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) eröffnet die Potsdamer Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium. In seiner Rede werde Genscher zum 70. Jahrestag des Potsdamer Abkommens die Ergebnisse der Alliierten-Konferenz zur Nachkriegsordnung beleuchten, teilten die Organisatoren am Montag mit. An der Konferenz in der Orangerie nehmen am 17. September etwa 60 Chefredakteure, Politiker und Historiker aus ganz Europa teil.

M100: "Charlie Hebdo" wird ausgezeichnet

Am Abend erhält die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ den M100 Media Award. Zuvor wird Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die politische Hauptrede halten. Mit dem Preis sollen die besonderen Verdienste des Magazins für die Demokratie und die Presse- und Meinungsfreiheit gewürdigt werden. Bei einem Terroranschlag auf die Redaktion waren im Januar zwölf Menschen von zwei islamistisch motivierten Tätern ermordet worden.

Die freie Welt müsse sich solidarisch mit den Opfern des Anschlags auf „Charlie Hebdo“ vom Januar zeigen, begründete Lord George Weidenfeld, Co-Chairman des M100-Beirats, die Entscheidung: „Politische, kulturelle und religiöse Strömungen oder führende Figuren zu kritisieren, oder sogar zu karikieren, darf nicht verboten werden.“ Der Preis sei als Würdigung für den Wert der Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen, erklärte Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff aus dem M100-Beirat. „Bild“-Chefredakteur und Beiratsmitglied Kai Diekmann sprach von einer Verneigung vor den ermordeten Mitarbeitern der französischen Satirezeitschrift. Sie hätten den höchsten Preis für die Freiheit der Presse, der Meinung und der Künste gezahlt. dpa/jaha

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