• Entwicklung von Potsdams Mitte: FH-Abriss mit 4,6 Millionen Euro geplant

Entwicklung von Potsdams Mitte : FH-Abriss mit 4,6 Millionen Euro geplant

Im nächsten Jahr soll das Fachhochschulgebäude am Alten Markt abgerissen werden. Nun steht fest, wie teuer das werden wird. Unklar ist aber, wie teuer es wäre, wenn die FH als Kultur- und Bildungszentrum erhalten bleiben würde.

Bei dem Bürgerbegehren der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ haben mehr als 3800 Unterstützer für den Erhalt des Fachhochschulbaus, des Wohnblocks Staudenhof und des Hotels Mercure unterschrieben.
Bei dem Bürgerbegehren der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ haben mehr als 3800 Unterstützer für den Erhalt des...Foto: A. Klaer

Potsdam - Für den umstrittenen Abriss des Gebäudes der Fachhochschule (FH) am Alten Markt rechnet die Stadt derzeit mit 4,6 Millionen Euro. Allerdings lägen für den vollständigen Abriss noch keine Planungen oder Ausschreibungsergebnisse vor, sodass belastbare Kosten derzeit noch nicht benannt werden könnten, teilte die Bauverwaltung jetzt auf Anfrage der Fraktion Die Andere mit – die das laufende Bürgerbegehren gegen Abrisse von FH-Bau, Staudenhof und Hotel Mercure ausdrücklich unterstützt.

Wie die Verwaltung erklärte, seien bisher schon Kosten von rund 222 000 Euro entstanden – für den Teilabriss des Verbinders zum sanierten Bildungsforum Am Kanal. Grundsätzlich werde der Abriss durch das Treuhandvermögen Potsdamer Mitte finanziert, also aus Mitteln der Städtebauförderung. Grundsätzlich setzt sich diese zu jeweils 40 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln sowie 20 Prozent kommunalem Anteil zusammen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens von der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ wollen die FH als Kultur- und Bildungszentrum erhalten. Wie teuer das wäre, ist unklar. Die Stadt hat diese Woche ihre Pläne präzisiert, wie das FH-Areal nach dem Herbst 2017 entwickelt werden soll – dann ziehen die Studenten in einen Neubau an der Pappelallee. Anstelle der FH sollen an der Friedrich-Ebert-Straße zwei neue Karrees mit bis zu 400 Wohnungen – rund ein Drittel davon Sozialwohnungen – entstehen, die sich am historischen Grundriss der Innenstadt orientieren. 

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