• Ein Konzept für den Turm: Garnisonkirchen-Stiftung stellt konkrete Pläne vor

Ein Konzept für den Turm : Garnisonkirchen-Stiftung stellt konkrete Pläne vor

Der Turm der Garnisonkirche wächst und wächst: Nun soll das künftige Betriebs- und Nutzungskonzept des Bauwerks erläutert werden.

Die Garnisonkirchen-Baustelle an der Breite Straße.
Die Garnisonkirchen-Baustelle an der Breite Straße.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Für den wachsenden Turm Garnisonkirche soll am heutigen Freitag das künftige Betriebs- und Nutzungskonzept vor Journalisten erstmals öffentlich erläutert werden. Das kündigte die Stiftung für den Wiederaufbau an. Das Konzept sei bereits am 29. Mai im Kuratorium der Stiftung beschlossen worden. Nach PNN-Informationen soll etwa erläutert werden, wie einzelne Räume genutzt werden. So war bereits von einem Café, einem großen Ausstellungsraum und Seminarräumen für die geplante politische Bildungsarbeit die Rede.  

Die Stiftung plant in dem Turm des einstigen Potsdamer Wahrzeichens ein Erinnerungs- und Versöhnungszentrum. Hintergrund ist die umstrittene Geschichte der einstigen Militärkirche, gerade auch in der Zeit des Nationalsozialismus. Nach Stiftungsangaben von Ende April soll der Turm bis zum Sommer 2022 fertiggestellt sein. Die Kosten schätzte der Vorstand damals auf rund 40,5 Millionen Euro. So fehlten etwa noch fünf Millionen Euro an Spendengeldern, hieß es aus der Stiftung. 

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Bleibt das Rechenzentrum vollständig erhalten?

Unterdessen hat ein Beschluss der Stadtverordneten zum weiteren Umgang mit dem Dauerthema für Freude bei den Nutzern des Künstlerhauses Rechenzentrum gesorgt – die eigentlich ab 2023 dem Wiederaufbau weichen sollen. Endlich sei der schon vor einigen Monaten von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) gemachte Vorschlag beschlossene Sache, hieß es bei Facebook. 

Denn in dem vor allem von der rot-grün-roten Rathauskooperation getragenen Beschluss wird auch der „weitestgehende oder vollständige Erhalt des Rechenzentrums“ als eine Zukunftsvariante genannt – wenn die Stiftung dem zustimmen sollte. Eigentlich hatte der Kompromiss schon im April beschlossen werden sollen, wegen der Coronakrise verschob sich das aber nach hinten.  

Kern des Beschlusses ist, dass das Rathaus mehr Einfluss auf die Entwicklung vor Ort nehmen will – und bis 2023 in einem mehrstufigen Verfahren und „unter Wahrung der Eigentumsrechte und Nutzendeninteressen“ ein inhaltliches und gestalterisches Konzept für den Standort erarbeitet werden soll. Auch ein Architektenwettbewerb ist angedacht. 

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