• Ein Filmabend und drei Gedenkveranstaltungen: Erinnerung an den Holocaust in Potsdam

Ein Filmabend und drei Gedenkveranstaltungen : Erinnerung an den Holocaust in Potsdam

Am internationalen Holocaust-Gedenktag finden in der Gedenkstätte Lindenstraße, auf dem Willi-Frohwein-Platz und auf dem Platz der Einheit Gedenkveranstaltung statt. Das Filmmuseum widmet dem Tag vier Filme.

In der heutigen Gedenkstätte Lindenstraße waren im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten eingesperrt.
In der heutigen Gedenkstätte Lindenstraße waren im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten eingesperrt.Foto: Ottmar Winter PNN

Potsdam - Am heutigen Donnerstag jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 77. Mal. Seit 2005 ist der 27. Januar auch internationaler Gedenktag an den Holocaust. In Potsdam sind mehrere Veranstaltungen in Erinnerung an das unsagbare Leid und den Terror im nationalsozialistischen Deutschland geplant.

Um 13 Uhr findet zunächst eine Gedenkveranstaltung im Innenhof der Gedenkstätte Lindenstraße 54 statt. Es gilt die 2G-Regel. Geplant war, dass Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) eine Gedenkrede hält. Aufgrund seiner am Mittwoch nachgewiesenen Corona-Infektion befindet er sich in häuslicher Quarantäne und wird folglich an keiner Veranstaltungen teilnehmen. 

Angekündigt war Schubert auch für 15 Uhr auf dem Willi-Frohwein-Platz. Dort sollte er mit Schüler:innen des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums des Holocausts gedenken. Ebenfalls zu einer Gedenkveranstaltung lädt die sogenannte Emanzipatorische Antifa Potsdam um 19 Uhr am Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Platz der Einheit.

Filmmuseum zeigt vier Filme

Zur gleichen Zeit erinnert auch das Filmmuseum. Vier Filme zum Anlass sollen gezeigt werden. Dabei handelt es sich um dokumentarische Beiträge aus der DDR, die damals vor Ort und in den Kinos gezeigt wurden. Sie sollten an die Verbrechen in den Konzentrationslagern erinnern und die offizielle Geschichtsdeutung unterstützen. 

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Den Abend eröffnet der Film „Gelöbnis von Sachsenhausen“ von Rolf Schnabel aus dem Jahr 1961. Dabei handelt es sich um eine Reportage von der Gedenkstätteneröffnung. Danach wird „Frauen in Ravensbrück“ von Renate Drescher und Joop Huisken aus den Jahren 1967/68 gezeigt. Dieser und der dritte Beitrag, „O Buchenwald“ von Ulrich Teschner (1984), sind Rückschauen auf den Nationalsozialismus. 

Der Abend schließt ab mit „Als die Anemonen blühten“ von Hartmut Wiener, ebenfalls aus dem Jahr 1984. Hier erinnern Bäume an einen Todesmarsch. Bei der Veranstaltung gelten die üblichen Corona-Maßnahmen. Reservierung telefonisch unter (0331) 2718112 oder per E-Mail an: [email protected] 

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