• Ein Boulevard für Potsdams Innenstadt: Konzept für Umbau der Friedrich-Ebert-Straße steht fest

Ein Boulevard für Potsdams Innenstadt : Konzept für Umbau der Friedrich-Ebert-Straße steht fest

Ende des Monats soll den Stadtverordneten ein Konzept vorgelegt werden, in dem der Umbau eines Teils der Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam dargelegt ist - zum Boulevard für alle.

Die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Charlottenstraße und Nauener Tor soll ein "Boulevard" werden.
Die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Charlottenstraße und Nauener Tor soll ein "Boulevard" werden.Foto: Manfred Thomas

Potsdam - Ein Boulevard am Nauener Tor - diese Vorstellung ist nicht abwegig, sondern eher wahrscheinlich. In einem zweiteiligen Werkstattverfahren der Stadt zusammen mit Potsdamerinnen und Potsdamern und ansässigen Gewerbetreibenden wurde ein Vorschlag für die künftige Gestaltung des zentralen Abschnitts der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Charlottenstraße und Nauener Tor erarbeitet. Dieses Konzept soll am 30. Januar 2019 der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden. Das teilte die Stadt am Freitag mit.

Dem Konzept zufolge wird der genannte Teil der Friedrich-Ebert-Straße sich in einen Boulevard wandeln. Konkret bedeutet dies unter anderem, dass zwischen Gehweg und Fahrbahn jeweils ein sogenannter Funktionsstreifen eingerichtet werden soll. Der Streifen soll beispielsweise Haltestelleneinrichtungen, Außenbestuhlung für Gastronomie oder Halte- und Liefermöglichkeiten dienen. Die Gehwege sollen "ausreichend breit" gestaltet werden, Radfahrer sollen zwischen den Straßenbahngleisen und dem Funktionsstreifen fahren - zusammen mit den Autos. Zudem wird der Bau barrierefreier Haltestellen für Busse und Straßenbahnen vorgeschlagen - einschließlich der erforderlichen Vergrößerung des Gleisachsabstandes für den Einsatz breiterer Straßenbahnen und die Begegnung von Straßenbahn und Bus, heißt es in einer Erklärung der Stadt.

Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität

Bernd Rubelt, parteiloser Baubeigeordneter der Stadt Potsdam, äußerte sich am Freitag zufrieden. Der Vorschlag zeige, "wie die verschiedenen Ansprüche an den öffentlichen Straßenraum unter einen Hut gebracht werden können".

Es gehe vor allem darum, attraktive und barrierefreie Haltestellen für Bahn und Bus zu erreichten.  Zugleich wolle man Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen schützen sowie eine sichere Überquerung der Straße sowie die Abwicklung des Lieferverkehrs gewährleisten.

Wie Rubelt betonte, wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den zwei Beteiligungsveranstaltungen "vor allem der Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität, Raum zum Schlendern und Einkaufen, Platz für attraktive Außengastronomie und weniger fahrenden und parkenden Autos geäußert". Daher sei klar: Dieser Teil der Friedrich-Ebert-Straße soll "als Boulevard gestaltet werden“.