• Dritter Blitzer-Marathon in Potsdam: Auf der Jagd nach Temposündern

Dritter Blitzer-Marathon in Potsdam : Auf der Jagd nach Temposündern

Fuß vom Gas: Am 16. April beteiligt sich Potsdams Polizei am 24-stündigen Blitzer-Marathon. Ein Überblick über die Kontrollstellen in Potsdam.

Vor allem wird vor Kitas, in Wohngebieten und an Unfallschwerpunkten kontrolliert.
Vor allem wird vor Kitas, in Wohngebieten und an Unfallschwerpunkten kontrolliert.Foto: M. Thomas

Potsdam - Mit zahlreichen Geschwindigkeitskontrollen auf den Straßen beteiligen sich Potsdams Polizei sowie das städtische Ordnungsamt am europaweiten „Blitzer-Marathon“ am 16. April ab 6 Uhr. 24 Stunden lang werden wechselnde Kontrollstellen eingerichtet, kündigten die Behörden an.

Insbesondere vor Kitas, in Wohngebieten und an Unfallschwerpunkten wird kontrolliert. Zahlreiche Kontrollpunkte gehen auf Hinweise von rund 200 Potsdamern zurück – im Internet konnte sie ihre Vorschläge unter www.potsdam.de/blitzer eintragen. Am häufigsten wurden die Ketziner Straße in Fahrland, die Kaiser-Friedrich-Straße in Eiche, die Zeppelinstraße und der Mitteldamm in Babelsberg genannt. Ebenso soll in der Friedrich-Engels-, der Großbeeren-, der Geschwister-Scholl- und der Leipziger Straße kontrolliert werden, hieß es. Vor allem wolle man gegen Raser in engen Straßen, in verkehrsberuhigten Bereichen und vor Kindergärten und Schulen vorgehen, hieß es von der Stadtverwaltung. Es gehe nicht darum, die Fahrer zu kriminalisieren, sondern ihnen ihre Fehler deutlich zu machen.

Videowagen und Messkabinen im Einsatz

Auch im restlichen Brandenburg wird die Polizei mit Radar- und Lasergeräten die Geschwindigkeiten messen. Dabei werden sechs verschiedene Modelle eingesetzt, darunter auch vier Videowagen oder Messkabinen. Das Potsdamer Ordnungsamt steuert vier mobile Blitzgeräte bei. Auch in Berlin gibt es zahlreiche Radar- und Laserkontrollen, weit mehr als tausend Polizisten sind laut Behörde in der Hauptstadt im Einsatz.

An der inzwischen dritten Aktion dieser Art beteiligen sich nun insgesamt 21 europäische Länder. Trotz der Ankündigungen wurden im Herbst 2014 von der Brandenburger Polizei rund 5530 Temposünder erwischt. Bei gut 200.000 Geschwindigkeitskontrollen entsprach dies laut Polizeipräsidium einer Quote von 2,7 Prozent. Zu hohe Geschwindigkeit waren auch 2014 laut Polizei Hauptursache für Unfälle. Die genauen Zahlen für Potsdam sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Ohnehin hat die Stadt ihren Kampf gegen Temposünder deutlich verstärkt: Wie berichtet blitzte das Ordnungsamt 2014 rund 90.000 Autofahrer, 45 Prozent mehr als im Jahr 2013. (mit dpa)

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