• Drewitz: Neues "Café im Park" feiert Richtfest

Drewitz : Neues "Café im Park" feiert Richtfest

Mit großen Schritten geht es auf die Eröffnung des neuen "Cafés im Park" in Drewitz zu. Noch gibt es aber einiges zu tun.

Geschäftsführer Jörg Schröder und die künftigen Mitarbeiter des Cafés stiegen über Leitern auf das Dach. Dort hämmerten Letztere noch einige Nägel in den Rohbau.
Geschäftsführer Jörg Schröder und die künftigen Mitarbeiter des Cafés stiegen über Leitern auf das Dach. Dort hämmerten Letztere...Foto: Ottmar Winter

Drewitz - Über Leitern steigen die künftigen Mitarbeiter des „Cafés im Park“ auf das Dach des Gebäudes. Unter den Blicken der am Boden stehenden Zuschauer hämmern sie die letzten Nägel in den Rohbau. Es sind Menschen mit Behinderung, die in dem vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Café arbeiten werden. 

Am Mittwoch feierten etwa 50 Gäste Richtfest des neu entstehenden „Cafés im Park“ in der Gartenstadt Drewitz. Das Café, das von den Behindertenwerkstätten des Deutschen Roten Kreuzes betrieben wird, soll voraussichtlich im Sommer eröffnen. Arbeiten werden dort etwa fünf bis sechs Mitarbeiter. Unter fachkundiger Anleitung werden diese in dem neuen Café sowohl in der Küche als auch im Service eingesetzt. Über das inklusive Arbeitsprojekt sollen behinderte Menschen an den ersten Arbeitsplatz herangeführt werden. 

Café soll kulturelles Leben in Drewitz bereichern

Dazu kämen Schichtarbeit und die Arbeit am Wochenende, wie Jörg Schröder, Geschäftsführer der Behindertenwerkstätten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Potsdam im Vorfeld erklärte. Das Café soll zu einer Begegnungsstätte für die Drewitzer werden.

Jörg Schröder hofft, dass das neue Café zu einer Begegnungsstätte in Drewitz wird.
Jörg Schröder hofft, dass das neue Café zu einer Begegnungsstätte in Drewitz wird.Foto: PNN / Ottmar Winter

„Wir wollen das kulturelle Leben in Drewitz bereichern“, sagte Joachim Müller, Präsident des DRK-Kreisverbandes Potsdam /Zauch-Belzig in seiner Ansprache. Das Café diene als Ort für eine Pause beim Flanieren auf dem grünen Mittelstreifen in der Konrad-Wolf-Allee oder für Besucher der daneben liegenden Spielplätze. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Präsident.

Genauer Eröffnungstermin steht noch nicht fest

Tatsächlich geht es nun mit großen Schritten auf die Eröffnung zu, für die allerdings noch kein genaues Datum feststeht. Ab Anfang Mai werde die Außenfassade aus Glas errichtet, danach würden die Bauarbeiter mit dem Innenausbau anfangen, sagte Schröder. Auch die Dachdecker seien bereits am Werk. 

Mittlerweile hätten sie auch einen geeigneten Anbieter für die Heizungs- und Lüftungsanlage in dem Gebäude gefunden. Zu guter Letzt folgt das Symbol der gelben Tasse. „Die Tasse ist unser Markenzeichen, die muss mit umziehen“, betonte der Geschäftsführer. Ein entsprechendes Schild werde an der Seite des Cafés angebracht. Auf das Dach komme zusätzlich noch eine gelbe dreidimensionale Kaffeetasse. Diese hätten behinderte Menschen in den DRK-Werkstätten aus Pappmaché angefertigt. Ein Bootsbauer habe diese mit Polyester überzogen, damit sie auch allen Wetterlagen standhält.

Im Erdgeschoss Café, oben Veranstaltungen

Die Baukosten für das etwa 100 Quadratmeter große Gebäude in der Konrad-Wolf-Allee 12 betragen etwa 660.000 Euro. Im September vergangenen Jahres erfolgte der erste Spatenstich. Im Erdgeschoss des Gebäudes wird künftig das Café betrieben, die obere Etage soll für Veranstaltungen vermietet werden. Laut Schröder ist das Gebäude komplett barrierefrei und wird neben einer Treppe auch über einen Fahrstuhl verfügen. 

Neuer Treffpunkt für Drewitz. Das „Café im Park“ in der Konrad-Wolf-Allee liegt zwischen zwei Spielplätzen.
Neuer Treffpunkt für Drewitz. Das „Café im Park“ in der Konrad-Wolf-Allee liegt zwischen zwei Spielplätzen.Grafik: Deutsches Rotes Kreuz

Im Untergeschoss werden die rollstuhlgerechten Sanitäranlagen untergebracht. Für den Außenbereich ist zudem eine Terrasse mit Sitzplätzen geplant. Vor allem im Sommer möchten die Betreiber außerdem Softeis anbieten. Für eine entsprechende Eismaschine werden derzeit noch Spenden gesammelt. Der letzte PNN-Artikel über das Café habe noch mal eine Spendenwelle ausgelöst, erzählte Schröder. 2000 Euro seien dazugekommen. 8000 der insgesamt erforderlichen 15.000 Euro würden allerdings noch fehlen.

Jetzt hofft Schröder nur noch, dass die Bauarbeiten bei sonnigem Wetter gut vorangehen. „Das nächste Highlight ist die Fertigstellung“, sagte er. Und die soll mit einer großen Eröffnungsfeier gebührend gefeiert werden.