• Donnerstag, 26. September 2019: Das ist heute in Potsdam wichtig

Donnerstag, 26. September 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Heute haben wir unter anderem ein Salongespräch in der Gedenkstätte Lindenstraße, eine Tagung zur Wohnungsnot und eine neue Fotoausstellung zu bieten. Und noch ein bisschen mehr. 

Uta Gerlant, Leiterin der Gedenkstätte Lindenstraße, und die Kuratorin Amelie zu Eulenburg.
Uta Gerlant, Leiterin der Gedenkstätte Lindenstraße, und die Kuratorin Amelie zu Eulenburg.Foto: Varvara Smirnova/PNN

Potsdam - Sprechen Sie deutsch? Wahrscheinlich, sonst wären sie nicht in unserer schönen Rubrik gelandet. Dann haben sie heute einen Grund zu feiern, denn der 26. September ist der Europäische Tag der Sprachen. Damit sollen nicht nur die 200 europäischen Sprachen an sich geehrt, sondern auch die individuelle Mehrsprachigkeit soll gefördert werden - wer sich angesprochen fühlt, hier geht's zu den Sprachkursen der Potsdamer Volkshochschule. Ausgedacht hat sich diesen Feiertag die EU - ebenso wie übrigens das europaweite Projekt EDWARD, das auch den Potsdamern heute möglicherweise auf den Straßen begegnen wird. Denn die Polizeibehörden aller (noch) 28 EU-Länder haben sich vorgenommen, heute besonders auf die Risiken im Straßenverkehr hinzuweisen. Symbol des Projekts ist die Zahl Null, sie steht für das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten an diesem Tag europaweit auf Null zu reduzieren. Unter den Hashtags #ProjectEDWARD und #VisionZero soll in sozialen Netzwerken und auf Infotafeln an Autobahnen sensibilisiert werden - aufmerksame Autofahrer konnten den Hinweis auch schon am Mittwoch etwa an der Nutheschnellstraße entdecken. 

Blick hinter die Kulissen

Ein paar Tage ist sie noch zu sehen, die aktuelle Ausstellung in der Gedenkstätte Lindenstraße, die sich mit dem Schicksal von Jugendlichen zwischen den Fronten des Kalten Krieges beschäftigt. Eine gute Gelegenheit, sich dort noch einmal umzusehen, bietet sich heute Abend: Ab 18 Uhr wird zu einem Salongespräch geladen, bei dem unter anderem Gedenkstättenleiterin Uta Gerlant und die Kuratorin der Ausstellung, Amélie zu Eulenburg, zu Wort kommen. Gemeinsam mit Studenten des Masterstudiengangs Public History an der FU Berlin wird den Zuhörern ein Blick hinter die Kulissen der Ausstellung gewährt. Die Veranstaltung läuft unter dem Titel Finissage - die Schau kann aber noch bis einschließlich Sonntag besucht werden.

Trockener Titel, brisantes Thema

Treue PNN-Leser kennen ihn vielleicht schon: den Kommunalrechtler Thorsten Ingo Schmidt, gern gefragter Experte auf seinem Gebiet. Heute tritt er als Tagungsleiter auf, und zwar beim Kommunalrechtstag an der Universität Potsdam. Das mag hölzern klingen, doch das Thema ist diesmal brandaktuell: es geht um Wohnungsnot und Städtebau. „Den Gemeinden kommt bei der Bewältigung des derzeit so beklagten Wohnraummangels eine tragende Rolle zu, da sie den rechtlichen Rahmen für zukünftige Bauvorhaben schaffen“, so Schmidt vorab. „Sie sieht sich aber mehr denn je nicht unerheblichen rechtlichen Anforderungen ausgesetzt. Um diese Anforderungen zum einen, um kommunale Handlungsinstrumente zum anderen soll es auf der Tagung gehen.“ Veranstaltet wird die Tagung schon seit 2011 vom Kommunalwissenschaftlichen Institut und der Kanzlei Dombert Rechtsanwälte.

Sieben Ideen, sieben Minuten

In der Villa Francke findet heute Abend (19 Uhr) eine weitere Ausgabe des Netzwerktreffens 7Sachen statt. Sieben Teilnehmer aus der Potsdamer Kultur- und Kreativszene dürfen sich sieben Minuten lang dem Publikum vorstellen - ob mit klassischer Powerpoint-Präsentation, als Performance oder Konzert. Anschließend können alle noch bei Getränk und Imbiss ins Gespräch kommen. Angemeldet sind dieses Mal die Illustratorin und Schnellzeichnerin Anna Albert, die Künstler Nadine Conrad und Allan Paul, die Autorin und Journalistin Katja Lewina, der Architekt Wolfgang Keilholz, der Musiker Robert Bernier, der Interaction Designer Markus Drews und die Gründerin und Geschäftsführerin der FMP Filmmanufaktur Potsdam GmbH, die Franziska Andreas. 

Die USA unter Trump

In den Räumen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Potsdam wird heute Abend (19 Uhr) die Ausstellung "Picture of us" eröffnet. Gezeigt werden Bilder des Fotografen Rainer Sioda, der mit seiner Tochter Hannah im ersten Jahr der Präsidentschaft Donald Trumps durch die USA gereist ist. Für den in der DDR aufgewachsenen Sioda sei der romantisierende Blick auf die Amerika noch immer prägend, heißt es in der Ankündigung. Für seine 1989 geborene Tochter seien solche Projektionen hingegen nie relevant gewesen. Zu Beginn der Ausstellung nehmen die beiden an einer Diskussion mit Michael Biedowicz, Leiter der Berliner Galerie pavlov's dog, teil. Auch Jazzmusik und ein kleiner Empfang wird den Besuchern versprochen. Die Naumann-Stiftung befindet sich in der Karl-Marx-Straße 2. 

Buchpremiere bei Wartmanns

In Groß Glienicke findet zur selben Zeit eine Buchvorstellung statt: Der Babelsberger Autor Patrick Weber präsentiert zum ersten Mal in Potsdam seinen neuen historischen Roman "Der Pfad des ewigen Feuers" im Café Wartmanns. Das Buch erzählt die Familiensaga um die junge Tuchhändlerin Elisabeth von Gettenbach, die nach Nordamerika auswandert und dort miterlebt, wie die weißen Siedler das Land der Indianer immer mehr vereinnahmen.

Zum Schluss das Wetter

Der Himmel zeigt sich heute freundlicher als gestern - was zugegebenermaßen aber auch kein Kunststück ist. Laut Vorhersage bleibt es bei maximal 19 Grad trocken und die Sonne kommt ab und zu raus. Unbedingt genießen - denn am Freitag wird es schon wieder nass. 

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