• Digitaler Vorlesewettbewerb: Samuel Boxberger ist Potsdams bester Vorleser

Digitaler Vorlesewettbewerb : Samuel Boxberger ist Potsdams bester Vorleser

Erstmals fand der Vorlesewettbewerb nicht vor Publikum, sondern digital statt. Gewonnen hat ein Sechstklässler der Karl-Foerster-Grundschule. 

Samuel Boxberger ist der Sieger des Vorlesewettbewerbs in Potsdam.
Samuel Boxberger ist der Sieger des Vorlesewettbewerbs in Potsdam.Foto: PRIVAT

Potsdam - Der elfjährige Samuel Boxberger nimmt seine Zuhörer mit in die Welt der lebendigen Bücher, die der Autor Walter Moers entworfen hat. In der Bücher fauchen, beißen und auf acht Beinen durch die Bibliothek laufen. Mit seinem Vortrag aus „Die Stadt der träumenden Bücher“ überzeugte der Sechstklässler der Karl-Foerster-Grundschule in Bornstedt die Jury: Samuel Boxberger wurde zum besten Vorleser Potsdams gekürt. „Mega cool“, kommentiert der Elfjährige. Er ist ein Vielleser, wie er berichtet: „Meine Eltern kommen gar nicht hinterher mit dem Bücher kaufen.“ 

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Wie so vieles in diesen Zeiten fand auch der alljährlich organisierte bundesweite Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2021 erstmals digital statt. Statt vor Publikum in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam lasen die Schulsieger vor der Kamera und luden ihre Videos auf eine Online-Plattform. Die Jury, bestehend aus Mitarbeitern der Bibliothek, der Stadt, der Buchhandlung Wist, dieser Zeitung und der Kinderbuchautorin Marikka Pfeiffer, sichtete die rund vierminütigen Videos am Bildschirm. 

Nur halb so viele Teilnehmer

Die Resonanz auf das veränderte Format fiel deutlich geringer aus als bei den traditionellen Vor-Ort-Vorlesewettbewerben in den Vorjahren: Zwölf Schüler:innen, alle Sieger an ihren Schulen, reichten Videos ein. Im Vorjahr hatten 25 Kinder vorgelesen. Eine echte Erklärung dafür hat auch Ronald Gohr, Fachlektor Jugend der Bibliothek, nicht. „Vielleicht liegt es auch an den Schulen, die lieber eine Gruppenveranstaltung hätten“, vermutet er. Die Buchauswahl der Schüler lobt Gohr als „vielfältig und zeitgemäß“. 

Auch Samuel Boxberger sagt: „Ich lese lieber vor Menschen als vor der Kamera. Aber schwierig war es nicht.“ Noch im März muss er das Video für den Bezirksentscheid erstellen. 
Hinweis: Die Autorin des Textes war Mitglied der Jury im Vorlesewettbewerb


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