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Digitale Zukunft : Analoges Fernsehen wird in Potsdam abgeschaltet

Hallo digital: Am Mittwoch werden in Potsdam und Umgebung analoges Fernsehen und Radio abgeschaltet.

Wer an seinem alten Röhren-TV festhalten will, braucht künftig einen Digital-Dekoder.
Wer an seinem alten Röhren-TV festhalten will, braucht künftig einen Digital-Dekoder.Foto: Britta Pedersen/dpa

Potsdam - Wer in Potsdam und Umgebung nach wie vor über seinen alten Röhrenfernseher kabelgebunden Fernsehen schaut, dürfte am Mittwoch eine böse Überraschung erleben: Der Bildschirm wird wohl schwarz bleiben. Denn in 19 Städten und Gemeinden der Region wird vom analogen auf digitalen Empfang umgestellt.

Betroffen sind laut dem Kabelbetreiber Vodafone Deutschland Beelitz, Bestensee, Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren, Groß Köris, Kleinmachnow, Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde, Michendorf, Mittenwalde, Nuthetal, Potsdam, Rangsdorf, Teile von Schönefeld, Stahnsdorf, Teltow, Teupitz, Werder, Wildau und Zossen.

Mit dem Wechsel , bei dem die Daten digitalisiert und komprimiert werden, soll im Kabel-Glasfasernetz Platz gemacht werden für Internet in Gigabit-Geschwindigkeit und TV-Angebote in HD-Qualität, heißt es seitens Vodafone. Die Umstellung soll am Mittwoch zwischen 0 und 6 Uhr erfolgen.

Vodafone zufolge wird bereits seit einiger Zeit in den betroffenen Städten und Gemeinden mit Laufbändern in den analogen TV-Programmen auf die Umstellung hingewiesen. Wem das bisher noch nicht aufgefallen ist und wer sich fragt, ob auch er betroffen ist, kann sich an einigen Fakten orientieren. Wer einen Röhren-TV ohne Extra- Empfangsgerät hat, schaut mit großer Wahrscheinlichkeit analog. Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Zahl der Fernsehkanäle: Sind es etwa 30 Programme, schaut man analog, sind es mehr, digital. Wer bereits seine Programme über Satellit, Antenne oder das Internet empfängt, ist fein raus. Mieter werden zumeist über Aushänge im Haus informiert.

Ohne Digital-Dekoder hat die Röhre ausgedient

Wer an seinem alten Röhren-TV festhalten will, braucht künftig einen Digital-Dekoder. Die sogenannten Settop-Boxen DVB-C-Receiver gibt es im Handel für 35 bis 40 Euro. Sie werden über ein Scart-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden. Möglicherweise ist aber auch der Zeitpunkt für einen neuen Flachbildfernseher mit Kabeltuner gekommen. Wer bereits ein solches Gerät besitzt, sollte im Benutzerhandbuch nachschauen, ob dieser über einen DVB-C-Tuner verfügt. Ansonsten können auch solche Geräte mittels Settop-Box aufgerüstet werden. Ist das Fernsehgerät HD-fähig, sollte der Receiver über ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden werden, damit das bessere TV-Bild überhaupt dargestellt werden kann.

Und nicht vergessen: Auch die analogen Radioprogramme verstummen. Kabelkunden, die derzeit Radiogeräte direkt an den Radio-Ausgang der Kabel-Dose angeschlossen haben, benötigen künftig auch einen passenden Receiver für den digitalen Empfang.