• Dienstleistungsteams am Schlaatz und Am Stern: Projekt für Arbeitslose gestartet

Dienstleistungsteams am Schlaatz und Am Stern : Projekt für Arbeitslose gestartet

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Am Stern – Mehrere Teams von Langzeitarbeitslosen sind seit einigen Wochen in den Potsdamer Stadtteilen Schlaatz, Am Stern und Drewitz unterwegs, um im Rahmen des Projektes „WorkInPotsdam“ bei der Pflege von Spielplätzen und anderen städtischen Einrichtungen zu helfen. Wie die Stadtverwaltung am gestrigen Freitag mitteilte, wurden unter anderem für das Festival „Rock am Löschteich“ am 27. August, das vom Begegnungszentrum Oskar in Drewitz organisiert wird, vier große Lichtkegel sowie Sitzhocker aus Holz gebaut. Diese können nach der Veranstaltung als Blumenkübel weiter verwendet werden. In der Drewitzer Kita Storchennest half ein Team dabei, die Spielgeräte, Bänke und Schutzhütten mit bunter Farbe zu bemalen. Im Familienzentrum am Schlaatz wurde das Kinderbad verschönert und bei der Pflege des Spielplatzes und des Gartens geholfen.

Die Teams bestehen je nach Art und Umfang der Arbeiten aus einer unterschiedlichen Anzahl von arbeitssuchenden Potsdamern und sind Teil der 15-monatigen, geförderten Qualifizierung zum Thema „Immobilien- und Anlagenunterhalt“. Neben einer theoretischen Fortbildung gibt es hier mehrere Praxisphasen, in denen sich die Teilnehmer ausprobieren können. Am Ende der Ausbildung steht dann die Berufsbezeichnung „Systemorientierter Haus-, Anlagen- und Einrichtungsbetreuer energiesanierter Gebäude“, eine Art spezialisierter Hausmeister.

Die Stadt Potsdam hatte sich für das Projekt „WorkInPotsdam“ des Bundesumweltministeriums beworben. Das Konzept wird nun bis 2018 gemeinsam mit beteiligten Wohnungsbauunternehmen, Arbeitgebern der Gebäudewirtschaft, Bildungsträgern und Vereinen umgesetzt, wie die Stadt mitteilte. Ziel der Fortbildung sei es, in vier aufeinanderfolgenden Qualifizierungen bis Ende 2018 insgesamt 50 arbeitssuchende Potsdamer weiterzubilden. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) über das Programm Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quartier (BIWAQ).

Es gebe einen Arbeits- und Fachkräftemangel in der Wirtschaft, zugleich seien die Herausforderungen für Arbeitnehmer nach einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsmarkt besonders hoch, sagte der Leiter der Fachstelle Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungsförderung, Fabian Dübner. Es sei daher wichtig, gemeinsam mit Arbeitgebern Konzepte für bessere Vermittlungschancen zu entwickeln.

Auch aktuell besteht für Interessierte die Möglichkeit, an einer kostenlosen Qualifizierung im Immobilien- und Anlagenunterhalt teilzunehmen. Die Kurse beinhalten Themen wie modernes, ökologisches und energieeffizientes Wohnen sowie Quartiersarbeit zur Verbesserung des Wohnumfeldes. 

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