• Dienstag, 13. August 2019: Das ist heute in Potsdam wichtig

Dienstag, 13. August 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Heute beschäftigt uns der Bau der Mauer, ein Geldfälscher und die Rathauskooperation. Außerdem wird im Luftschiffhafen gerutscht und Blutspender werden gesucht. 

Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Im Stadthaus wird es heute hochspannend, denn die Potsdamer Grünen, Linken und SPD laden zur Pressekonferenz zur neuen Rathauskooperation ein. Dabei soll der Entwurf des Papiers vorgestellt werden. Die Erklärung soll den Einstieg für Detailverhandlungen bilden, die spätestens bis zur nächsten offiziellen Sitzung des Stadtparlaments im August beendet sein sollen. 

Die Zusammenarbeit zeichnet sich seit der Kommunalwahl ab, vor allem Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte auf möglichst stabile Mehrheitsverhältnisse gedrängt. Zusammen hätten die drei Parteien und Schubert eine 32-Stimmen-Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung – insgesamt gibt es 57. Seit seinem Amtsantritt vor fast einem Jahr hatte Schubert zunächst mit wechselnden Mehrheiten regieren müssen, eine frühere Kooperation aus SPD, CDU und Grünen war bereits Ende 2016 wegen einer geplatzten Beigeordnetenwahl zerbrochen. 

In einem ersten Sondierungspapier hatten sich die Partner bereits darauf verständigt, dass man mehr für den Klimaschutz ausgeben will und einen sogenannten Klimanotstand ausruft. Weitere Ziele sind demnach eine ökologische Verkehrswende mit mehr öffentlichem Nahverkehr sowie Maßnahmen gegen zu hohe Mieten und Kinderarmut. 

Geldfälscher-Prozess am Amtsgericht

Im Potsdamer Amtsgericht geht es heute bei einem Prozess um einen 25-Jährigen, der am 8. Februar 2018 in einer Wechselstube auf der Brandenburger Straße versucht hat, falsches Geld zu tauschen. Er soll fünf aus edelmetallfreier Legierung gefertigte 20 Dollar Münzen vorgelegt haben. Der Angeklagte soll sich die nachgemachten wertlosen Münzen selbst verschafft haben, um sie als echte 900er Goldmünzen zu einem jeweiligen Preis von mindestens 1000 Euro in den Verkehr zu bringen.

Gedenken an den Bau der Mauer

Am 13. August 1961 wurde die Mauer gebaut, die bis 1989 Ost und West trennte. Zum Thema gibt es in Potsdam heute gleich mehrere Veranstaltungen. Hier eine Auswahl: Um 13 Uhr gibt es ein Schülergedenken an der Mauergedenkstätte Griebnitzsee / Einmündung Stubenrauchstraße. Schüler des Bertha-von-Suttner Gymnasiums Babelsberg und des Gymnasiums Berlin-Zehlendorf haben die Veranstaltung gestaltet. Sie ist der Abschluss des gemeinsamen Projekts „Unterwegs im ehemaligen DDR-Sperrgebiet“.  Darin erforschten die Jugendlichen die Gegend zwischen Potsdam und (West-)Berlin und ihre Geschichte. Zu sehen gibt es eine Performance und Beiträge aus Romanen und Gedichten sowie Biografien von Menschen, die an der Mauer ums Leben gekommen sind.

Eine kostenlose Fahrt entlang der Mauer mit Berichten von Zeitzeugen organisieren die Gedenkstätte Lindenstraße und die Stadt. Um 15.30 Uhr startet der MauerVerlauf am Steg Glienicker Brücke auf der Berliner Seite mit dem Schiff, um 18 Uhr legt dieses wieder an. Im Anschluss wird auf der Glienicker Brücke an den Mauerbau und die Opfer erinnert.

AKK zu Gast in Potsdam

Um 15 Uhr gibt es eine Veranstaltung der CDU, bei der auch die noch neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu Gast sein wird. Das Mauergedenken findet um 15 Uhr an der Nike-Skulptur an der Glienicker Brücke statt. Neben AKK werden auch Ingo Senftleben, Landesvorsitzender der CDU Brandenburg, und Kai Wegner, Landesvorsitzender der CDU Berlin sprechen.
Heute Abend stellt der Historiker Ilko-Sascha-Kowalczuk um 19 Uhr im Rechenzentrum sein Buch „Die Übernahme – Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde“ vor. Organisiert wird die Lesung mit Diskussion 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution vom Landesverband der Grünen. Neben dem Autor sitzen der gebürtige ostdeutsche Grünenpolitiker Michael Kellner und die Potsdamer Direktkandidatin für die Grünen, Marie Schäffer, auf dem Podium. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung per Mail an [email protected] gebeten.

Schluss in der Pflegeschule

Nach dem Beschluss, die AWO-Pflegeschule Am Stern zu schließen, sollen die Auszubildenden an anderen Schulen weiter ausgebildet werden. Dazu sollen sie heute um 11 Uhr informiert werden und verbindliche Angebote erhalten. Zugesichert ist, dass alle Auszubildenden einen neuen Schulplatz angeboten bekommen.

Susanna Karawanskij auf Hermannswerder

Passend dazu: Auf Einladung der Hoffbauer-Stiftung besucht Ministerin Susanna Karawanskij (Linke) Hermannswerder. Grund des Besuchs der brandenburgischen Sozialministerin ist die Zukunft der Pflegeausbildung in Potsdam. Sie kommt in Begleitung des Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke). Vielleicht ist ja auf dem Rückweg ein Schlenker zum Stern drin. Auf Hermannswerder geht es indes um eine neue Pflegeausbildungsgesellschaft des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin-Teltow-Lehnin, des Klinikums Ernst von Bergmann und der Hoffbauer-Stiftung. Karawanskij sollen die Pläne für den Neubau einer modernen Pflegeschule auf Hermannswerder vorgestellt werden. Ein Schelm, wer da direkt an die Übernahme der AWO-Schüler denkt...

Neue Bob-Anschubstrecke

Neueste Errungenschaft am Luftschiffhafen: Die 90 Meter lange und mehr als 400.000 Euro teure neue Bob-Anschubstrecke ist fertig. Heute soll die Anlage unter anderem von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) und Landessportministerin Britta Ernst (SPD) eröffnet werden. 

Blutspender gesucht

Derzeit suchen das Deutsche Rote Kreuz und das Oberlin Bildungswerk Blutspender aller Blutgruppen. Ab heute bis zum 30. August werden sie dann nicht nur mit dem üblichen Frühstück belohnt, sondern auch mit Eis aus der Eismeierei Babelsberg. Spenden kann man im Institut für Transfusionsmedizin in Potsdam, Haus I, Eingang Hebbelstraße 1. Spender von Blut und Plasma werden montags und freitags zwischen 7 und 19 Uhr und dienstags, mittwochs und donnerstags zwischen 12 und 19 Uhr betreut. Mit jeder Blutspende von einem halben Liter Blut können drei Leben gerettet werden. An jedem Werktag werden allein in Berlin und Brandenburg rund 600 Blutspenden benötigt, um die Versorgung der Patienten in den Kliniken der Region kontinuierlich zu sichern. Mehr Informationen unter www.blutspende.de.

Fotos aus der Waldstadt gesucht

Das Haus der Begegnung in der Waldstadt plant eine besondere Fotoaktion über den Stadtteil. Gesucht werden aktuelle und historische Bilder zum Thema „Deine Waldstadt“. Was ist die Waldstadt II für Dich? Was war sie früher? Diese Fragen sollen mit den Bildern beantwortet werden. Die aussagekräftigsten kommen in einen gemeinsamen Fotokalender 2020 – pünktlich zum 40. Geburtstag der Waldstadt II. Die Fotos sollen die Waldstadt in ihrer Vielseitigkeit und aus ihren je individuellen Perspektiven zeigen: ein Zaun, den es früher nicht gab, eine Bank, die häufig genutzt wird, ein Vogel morgens vor dem Balkon, der Spielplatz, auf dem man ganze Nachmittage verbringt, die Schule von einst.

Teilnehmer sollen ihre ganz persönlichen Eindrücke festhalten, die wichtigsten Orte fotografieren oder historische Aufnahmen aus der Frühzeit der Waldstadt schicken. Die Fotos können mit Namen und Kontakt versehen in den Briefkasten am Haus der Begegnung, Zum Teufelssee 30, gesteckt, per Mail an [email protected] geschickt oder auf Instagram unter dem Hashtag #meineWaldstadt gepostet werden. Einsendeschluss ist der 19. August 2019.

Zum Schluss das Wetter

Man könnte sagen: Siehe gestern. Sonne, Wolken, auch Schauer sind drin. Es wird mit 23 Grad aber etwas kühler - da kann man mal wieder die Sandalen im Schrank lassen und die Sneakers rausholen. 

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