• Die PNN-Sommerserie (4): Post an Potsdam aus Bodrum

Die PNN-Sommerserie (4) : Post an Potsdam aus Bodrum

Potsdamerinnen und Potsdamer verraten hier, wohin es in ihren Ferien geht – und was sie von dort gern für Potsdam mitbringen würden, um unsere Stadt besser zu machen. Heute: Medienunternehmer Kai Diekmann.

Kai Diekmann
Achtung, Kakteen-Areal. Die prächtigen Sukkulenten samt Warnschild hat Kai Diekmann an der Ägäis fotografiert.
Achtung, Kakteen-Areal. Die prächtigen Sukkulenten samt Warnschild hat Kai Diekmann an der Ägäis fotografiert.Foto: Kai Diekmann

Wo sind Sie?

Wie seit über zehn Jahren mit der ganzen Familie in der Türkei – und zwar in Bodrum, türkische Ägäis-Küste. Blauer Himmel, türkisfarbene Felsenküste, Olivenbäume: Hier haben unsere Kinder schwimmen gelernt, hier ist für sie im Sinne des Wortes „Familien“-Urlaub.

Was machen Sie dort?

… vor allem erstmal eine Menge Nichts. Dann schwimmen, unter dem Sonnenschirm am Wasser dösen, viel lesen: Ich verschlinge gerade „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ von Gabriele Tergit – ein Roman von 1931, der aus der Perspektive einer Zeitungsredaktion die Umbrüche und Zusammenbrüche in der Berliner Gesellschaft am Ende der Weimarer Republik beschreibt. Obwohl schon vor über 90 Jahren erschienen, ist das Buch von beklemmender Aktualität – und Gabriele Tergit eine großartige Schriftstellerin ihrer Zeit.

Was sehen wir auf Ihrem Bild - und warum ist es genau dieses Foto?

Ganz einfach: Ich liebe Kakteen - und das Warnschild für unbedarfte Fußgänger ist doch mit Geld nicht zu bezahlen!

Einfache Holzstege über dem Wasser für Restaurants oder Cafés wie in Bodrum - das wünscht sich Kai Diekmann auch für Potsdam.
Einfache Holzstege über dem Wasser für Restaurants oder Cafés wie in Bodrum - das wünscht sich Kai Diekmann auch für Potsdam.Foto: Kai Diekmann

Was haben Sie in Ihrem Urlaub entdeckt, das Potsdam unbedingt auch haben sollte?

Wir sollten viel mehr Holzstege an und über das Wasser der vielen Potsdamer Seen bauen – und als Lounge, Restaurant oder Bar nutzen, so wie das hier die Felsenküste einfach notwendig macht. Ein leichter Holzsteg macht Wasser für die Menschen erlebbar – und verwundet das Ufer nicht. Im letzten Jahr hat das Josef Laggner mit seinem Restaurant „Kongsnaes“ am Jungfernsee wunderbar vorgemacht und den brachliegenden Steg neben der Ventehalle in eine zauberhafte Lounge über dem Wasser verwandelt. Dort den Sonnenuntergang mit einem Glas in der Hand zu erleben – einmalig! Nicht zu verstehen, warum die Behörden das untersagt haben. Es ist schade, dass Potsdam als Stadt am Wasser das Wasser so wenig genießt und erlebbar macht!

Welche Potsdamer Errungenschaft haben Sie aus der Ferne erst so richtig schätzen gelernt?

Als leidenschaftlicher Jogger? Die unendlich vielen Laufstrecken: Ob kreuz und quer durch den Neuen Garten, ob entlang des Jungfernsees über die Felder Richtung Bornstedt, ob hoch auf den Pfingstberg oder rund um den Babelsberger Schlosspark – Potsdam ist ein Paradies für Läufer. Hier in Bodrum beschränke ich mich aufs Laufband im Gym.

Post an Potsdam erreichte uns schon aus:

Slowenien von Tatjana Meissner

Maastricht von Sigrid Sommer

Paphos von Clemens Viehrig

Umbrien von Jutta Goetzmann

Norwegen von Eve Büchner

Danzig von Henri Kramer

Murnau von Markus Wicke

Jonsdorf von Wolfgang Mörtl

Machen auch Sie mit! Senden Sie uns Ihre „Post an Potsdam“ mit Foto per E-Mail an [email protected]. Wir sind gespannt auf Ihre Antworten und Entdeckungen!

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