• Die Lage in Potsdam am Donnerstag: Infizierte in Seniorenheim

Die Lage in Potsdam am Donnerstag : Infizierte in Seniorenheim

Drei Bewohner des Seniorenzentrums Käthe-Kollwitz-Haus im Wohngebiet Waldstadt sind mit dem Virus infiziert worden. Insgesamt steigen die Zahlen in der Stadt weiterhin moderat. 

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann.
Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen ist in Potsdam erneut moderat gestiegen, am Donnerstag meldete das Gesundheitsamt sechs neue Fälle. Damit sind nun insgesamt 619 Potsdamer erkrankt, 303 gelten inzwischen als wieder genesen. Innerhalb der vergangenen Woche gab es seit dem 1. Mai nur noch rund 20 neue Fälle, aber auch mehr als 90 Genesene. 

Gleichwohl hat das Gesundheitsamt weiter mit Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen zu kämpfen. So bestätigte Stadtsprecherin Juliane Güldner entsprechende PNN-Informationen, wonach aktuell wieder das von der Arbeiterwohlfahrt betriebene Seniorenzentrum Käthe-Kollwitz-Haus im Wohngebiet Waldstadt betroffen ist. Schon Mitte April hatte es dort einen Corona-Fall gegeben. Von den 75 Bewohnern seien jetzt drei positiv getestet worden, hieß es auf Anfrage aus dem Rathaus. Sie würden in ihren Zimmern isoliert, um eine weitere Virusverbreitung zu vermeiden. 15 Angestellte würden nun als Kontaktperson ersten Grades gelten.

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Kinder- und Jugendklubs sollen öffnen

Insgesamt befinden sich laut Rathaus aktuell 464 Potsdamer als "Kontaktpersonen der Kategorie I“ in häuslicher Quarantäne.
Derweil hat das Bergmann-Klinikum, für das wegen des dortigen Coronaausbruchs und mehr als 40 Toten eigentlich ein Aufnahmestopp für neue Patienten gilt, laut eigenen Angaben und nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt drei Covid-19-Patienten aus dem Städtischen Klinikum Brandenburg/Havel aufgenommen. „Diese Verlegungen erfolgen vor dem Hintergrund einer wohnortnahen Versorgung“, hieß es in einer Meldung des Klinikums. Dort werden noch 15 Covid-Patienten behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. 

Im Zuge der Lockerungen der Corona-Regeln sollen derweil auch die Potsdamer Kinder- und Jugendklubs wieder öffnen. Dabei gelten aber Auflagen, wie die Stadtverwaltung mitgeteilt hat. „Die Träger wurden von uns kontaktiert und bereiten Szenarien für die jeweiligen Öffnungen vor“, erklärte eine Rathaussprecherin das Vorgehen. Wegen der noch geltenden Auflagen werde man aber nur eine begrenzte Zahl von Kindern und Jugendlichen erreichen können, hieß es. Daher sollen die Klubs ihr Angebot anpassen – etwa bezogen auf Hilfen zur Erfüllung schulischer Anforderungen sowie bei häuslichen Stresssituationen. Die in den vergangenen Wochen geschaffenen digitalen und medialen Angebote sollen laut Stadt aufrechterhalten werden. 

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