Potsdam : „Die Kinder von Potsdam“

Lindenpark betreibt Jugend-Filmprojekt

Babelsberg - Der Lindenpark betreibt in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Rolf Losansky und der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule ein Projekt zur Erarbeitung einer Filmvorlage mit dem Titel „Die Kinder von Potsdam“. Dies teilte Mike Gessner, Mitglied der Geschäftsführung des Lindenpark e.V. und ab kommendem Jahr Betreuer des Projektes, mit.

Das Vorhaben, in dessen Ergebnis ein dokumentarischer Film über das Miteinander im Stadtteil Stern aus Sicht der Jugendlichen entstehen soll, richte sich an junge Arbeitssuchende vom Stern und Schüler der Steuben-Gesamtschule , so Gessner. Zu den Leistungen des Projektes gehören Workshops, in denen die Jugendlichen sowohl ihren Stadtteil und die Kinder- und Jugendarbeit als auch einzelne Filmberufe näher kennen lernen sollen, um im Ergebnis dessen das Konzept für einen Film zu erarbeiten und umzusetzen. Derzeit befinde sich das Projekt laut Gessner noch in einer Frühphase, die dazu diene, Fördermittel zu akquirieren, Sponsoren zu finden, und die Kinder und Jugendlichen für das Filmvorhaben zu begeistern.

Dazu dürfte der Workshop mit Rolf Losansky und Kollegen, der am Mittwochabend in der „Sternwerkstatt“des Lindenparks stattfand, beigetragen haben. Der Regisseur selbst, Szenenbildner Hans-Jürgen Deponte, die junge Schauspielerin Silke Hannasky und die Kostümbildnerin Kerstin Roßbander stellten Schülern der 13. Klasse der Steuben-Gesamtschule anhand eines Szenenbeispiels aus dem Film „Hans im Glück“ (1998) die einzelnen Aufgabenbereiche beim Film vor. Die Jugendlichen konnten sich sehr praktisch davon überzeugen, dass es beim Film „auf das kleinste Detail ankommt“, wie Losansky ihnen erklärte. In der Vorlage zu der ausgewählten Szene, der Geschichte der Gebrüder Grimm, heißt es: „Aber Hans´ Freude währte nicht lange, da warf ihn das Pferd aus dem Sattel. Bei einem Bauern konnte er es eintauschen gegen eine Kuh.“ Schon im Drehbuch werden aus diesen zwei Sätzen mehrere Seiten. Die entsprechende Szene im Film füllt etwa sieben Minuten. Welchen Anteil die Szenen- und Kostümbildner sowie Schauspieler am Entstehen einer solchen Szene haben, war nach der Vorführung der Filmpassage aus den Erzählungen der Filmschaffenden zu entnehmen.

Im Anschluss nutzten die Abiturienten die Chance, sich im Gespräch mit den Praktikern aus der Filmbranche genauer über deren Arbeit zu informieren. sl