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Die Corona-Lage in Potsdam : Schon mehr als 1000 Kinder in Quarantäne

In den Schulen und Kitas grassiert erwartungsgemäß die Omikron-Mutante - schon hunderte Kinder und Jugendliche sind infiziert oder in Quarantäne. Zugleich hatte das Gesundheitsamt mit einer Technikpanne zu kämpfen

Ein Plakat "Jetzt testen lassen!"· hängt in der Brandenburger Straße an einem Laternenmast.
Ein Plakat "Jetzt testen lassen!"· hängt in der Brandenburger Straße an einem Laternenmast.Foto: dpa

Potsdam - Die Zahl der Corona-Infektionen in Potsdam steigt weiter. Allein am Montag registrierte das Gesundheitsamt 160 nachgewiesene Ansteckungen – 56 mehr als in der Woche zuvor. Das teilte das Rathaus auf PNN-Nachfrage mit.

Auf der Internetseite der Stadt war dagegen am frühen Dienstagmorgen zunächst von null Neuinfektionen die Rede – mitten in der Omikron-Welle. Ein Stadtsprecher sagte, bei der Übermittlung der Zahlen an das Land sei leider ein technischer Fehler aufgetreten.

Bereits am Sonntag hatte die Stadtverwaltung eine Rekord-Inzidenz von 552 Infektionen in einer Woche gemeldet, gerechnet auf 100 000 Personen. Wegen der Meldepanne sank die offiziell ausgewiesene Sieben-Tage-Inzidenz für Potsdam am Dienstag auf 476. Am Mittwoch ging der Wert auf 428,9 zurück, nachdem 131 Neuinfektionen gemeldet worden waren. Die 160 Infektionen vom Montag sind noch nicht in der Statistik enthalten. Die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz dürfte also höher liegen.

Die Zahlen in den Schulen steigen

Vor allem in den Schulen und Kitas steigt die Fallzahl. Laut Rathaus waren am Dienstagabend 277 Infektionen bei Kindern und Jugendlichen sowie 46 Mitarbeitenden bekannt – tags zuvor war noch von insgesamt 248 Fällen die Rede. Die Zahl der Kinder in Quarantäne stieg von 726 auf 1128 – eine Woche nach Ferienende.

Stadt beantwortet Fragen zur Einrichtung der Impfstellen

Unterdessen hat die Stadtverwaltung auf kritische Fragen der Fraktion Die Andere zu den beiden Potsdamer Impfstellen in der Schinkel- und Metropolishalle geantwortet. Die Fraktion hatte Auskunft zu den 6,8 Millionen Euro Kosten haben wollen, mit denen die Stadt für den Betrieb in Vorleistung geht. Doch Alternativen hat es laut Rathaus nicht gegeben. So hätte man zwar auch Schulsporthallen nutzen können, allerdings wäre dann der Sportunterricht dort gefährdet gewesen, so die Verwaltung. Leichtbauhallen seien wegen des Beheizungsaufwands nicht möglich gewesen – und auch die Orangerie der Biosphäre habe sich wegen fehlender Lager- und Sanitärräume als nicht geeignet erwiesen, so das Rathaus.

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