• Die Corona-Lage in Potsdam am Montag: Maskenpflicht in der Innenstadt wird ausgeweitet
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Die Corona-Lage in Potsdam am Montag : Maskenpflicht in der Innenstadt wird ausgeweitet

Die Corona-Werte in Potsdam sind nach tagelangen Steigerungen wieder leicht rückläufig. Gleich mehrere Neuinfektionen werden aus einer der größten Schulen der Stadt gemeldet. Die Stadtverwaltung reagiert mit weiteren Maßnahmen, gerade in der Innenstadt wird gegen den Verkauf von Glühwein vorgegangen

In Teilen der Innenstadt und von Babelsberg gilt in Potsdam eine Maskenpflicht
In Teilen der Innenstadt und von Babelsberg gilt in Potsdam eine MaskenpflichtFoto: Ottmar Winter

Potsdam - Gegen die Ausbreitung des Coronavirus und zur Durchsetzung der dafür nötigen Hygieneregeln hat die Stadtverwaltung für den morgigen Mittwoch verstärkte Kontrollen des Ordnungsamts in der Innenstadt an. Ein Stadtsprecher sagte den PNN am Dienstagabend, es gehe speziell um die Maskenpflicht und um Abstandsregeln vor Läden, die außer Haus Glühwein verkaufen.

Maskenpflicht wird ausgeweitet - wie ein Alkoholverbot

Ab Donnerstag soll ferner die in Teilen der Innenstadt schon geltende Maskenpflicht auf das Holländische Viertel und Nebenstraßen der Brandenburger Straße ausgeweitet werden, kündigte der Stadtsprecher an – der Mund-Nasen-Schutz dürfte dann auch nicht für den Verzehr von Speisen oder Getränken abgesetzt werden. Schon am Montag hatte sich die Stadtverwaltung wie berichtet besorgt über Gruppen gezeigt, die gerade in der Innenstadt Läden mit Glühwein-Verkauf als neuen Treffpunkt auserkoren haben. Die neue Regelung würde als praktisch ein Alkoholverbot vor Ort bedeuten.

Etwas geringere Infektionszahlen als in den Vortagen

Am Dienstag war - zum ersten Mal seit Tagen - die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Potsdam leicht rückläufig. Das Gesundheitsamt registrierte von Montag auf Dienstag 31 neue Corona-Befunde, die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 159,7, nach dem bisherigen Höchststand von 170,8 am Montag. Damit liegt Potsdam nur noch leicht über dem Landesschnitt in Brandenburg.

12 Lehrer der Voltaireschule müssen in Quarantäne

Auch weitere Corona-Infektionen an Kitas und Schulen wurden gemeldet. So hat das Gesundheitsamt nach einem positiven Corona-Test in der Lehrerschaft der Voltaire-Gesamtschule für insgesamt zwölf Lehrkräfte die häusliche Quarantäne angeordnet. Diese würden nun Distanzunterricht geben, „soweit sie arbeitsfähig sind“, so das Rathaus. Auch aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 sei jeweils ein positiver Corona-Fall gemeldet worden. Auch hier müssen nun dutzende Schüler in Quarantäne, hieß es. In die Schule gehen insgesamt mehr als 850 Schüler und fast 90 Lehrer. Ferner gab es in der Grundschule am Humboldtring einen positiven Fall in einer dritten Klasse, weshalb auch Kinder aus dem benachbarten Hort Sausewind nun als Kontaktpersonen in Quarantäne sind, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Zahl der Potsdamer in Quarantäne stieg auf 902 – 51 mehr als am Vortag.

Die Voltaire-Gesamtschule
Die Voltaire-GesamtschuleFoto: PNN / Ottmar Winter

Sorgen bereitet weiterhin der Ausbruch im Franziskus-Seniorenpflegeheim in der Kiepenheuerallee – dort sind wie berichtet 42 von rund 130 Bewohnern infiziert. Zudem sei das Virus bei elf Mitarbeitern nachgewiesen worden, bestätigte ein Sprecher des Heimbetreibers, der Alexianer GmbH. Bisher habe sich der Gesundheitszustand der Senioren nicht verschlechtert, hieß es.

Mehr Patienten in den Krankenhäusern

Gestiegen ist die Zahl der Corona-Patienten in den beiden Krankenhäusern: auf 51, das sind vier mehr als am Montagmorgen. Im Bergmann-Klinikum werden demnach 27 Corona-Patienten auf der Normal- und zwölf weitere Personen auf der Intensivstation behandelt.

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