• Die Corona-Lage in Potsdam am Montag: Die Infektionswelle flaut etwas ab

Die Corona-Lage in Potsdam am Montag : Die Infektionswelle flaut etwas ab

In Potsdam sinkt die Zahl der Corona-Infektionen. Allerdings ist das noch kein Anlass zur Entwarnung, wie neue Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen zeigen

In weiten Teilen der Innenstadt gilt eine Maskenpflicht.
In weiten Teilen der Innenstadt gilt eine Maskenpflicht.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Erstmals seit Wochen hat die Stadt Potsdam nur vier neue Corona-Infektionen an einem Tag registriert – das waren so wenige neue Fälle wie zuletzt Anfang November. Damit ist auch die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gesunken, auf 196,9, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. „Die harten und für alle schweren Maßnahmen der vergangenen Wochen beginnen zu wirken“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD), der anders als in vielen anderen Kommunen Brandenburgs auch die Kitas geschlossen hatte. "Die Infektionswelle von Weihnachten und Silvester flaut ab", hieß es aus dem Krisenstab der Stadt. Das sei aber noch kein Anlass für Entwarnung. 

Am Mittwoch berät die Stadtverwaltung, ob Kitas weiter geschlossen bleiben

Wie es weitergeht, soll nach PNN-Informationen am Mittwoch im Corona-Krisenstab des Rathauses besprochen werden – auch mit Blick auf die Beschlüsse, die bis dann auf Bundesebene getroffen werden. Als Ziel hatte Schubert aber eine 50’er-Inzidenz ausgegeben. Und trotz der sinkenden Zahlen gilt auch die im Land getroffene Regel, laut der sich Potsdamer nicht weiter als 15 Kilometer von ihrer Stadtgrenze entfernen dürfen, vorerst weiter – das ist erst wieder erlaubt, wenn die Inzidenz mehr als fünf Tage am Stück unter 200 liegt. Gesunken ist laut Stadt auch die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken: Auf 94, Ende vergangener Woche waren es noch rund 100.

Weitere Verstorbene

Zugleich meldete die Stadt am Montag drei weitere Verstorbene in Zusammenhang mit Corona, insgesamt sind nun 147 infizierte Potsdamer im Zuge der Pandemie ums Leben gekommen. Die Verstorbenen seien wieder aus Seniorenheimen gekommen, hieß es aus dem Rathaus. Unter anderem tödliche Folgen hatte ein Corona-Ausbruch im Hasenheyer-Stift in der Brandenburger Vorstadt. Ein Sprecher des Trägers, die Lafim Diakonie, bestätigte am Montag auf PNN-Anfrage zwölf Verstorbene in dem Heim. "Wir bedauern es sehr, dass wir trotz aller Anstrengungen diese Bewohner seit der ersten Positivtestung verloren haben“, so der Sprecher. Wie berichtet waren in dem Heim zuletzt laut Rathaus „fast alle“ der Bewohner infiziert worden. Laut dem Lafim-Sprecher sind noch 32 Bewohner in dem Heim, dazu liegen drei weitere wegen anderer Leiden im Krankenhaus. Auch zehn Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne. „Die Dienste sind aber abgesichert, dank Unterstützung aus anderen Einrichtungen und zusätzlichem Personalleasing.“

Weitere Gemeinschaftseinrichtungen mit Corona-Fällen

Zugleich meldete die Stadt aus einer Senioreneinrichtung in Drewitz „einige positive Ergebnisse per Schnelltest“ – nun wird eine PCR-Testserie vorbereitet. Auch bei den für Abschlussklassen geöffneten Schulen gibt es einen neuen Fall im Wohnheim der Sportschule am Luftschiffhafen - weswegen nun drei Schüler in Quarantäne seien. Ferner berichtete die Stadtverwaltung von einem neuen Corona-Fall in einer nicht näher benannten Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. "Alle Betroffenen sind in Quarantäne." Insgesamt befinden sich 680 Potsdamer derzeit in der häuslichen Isolation.

Ordnungsamt setzt Corona-Regeln durch

Das Potsdamer Ordnungsamt ist derweil gegen Verstöße gegen Corona-Regeln vorgegangen. Am Wochenende seien einzelne illegale Zusammenkünfte aufgelöst worden, darunter in Golm, teilte die Stadtverwaltung mit. Ferner seien in der Schwimmschule „Kugelfisch“ in Babelsberg Gäste angetroffen worden: „Das Ordnungsamt hat die Schließung verlangt."

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