• Die Corona-Lage in Potsdam am Mittwoch: Potsdamer Kitas ab nächstem Montag wieder offen - mit Einschränkungen

Die Corona-Lage in Potsdam am Mittwoch : Potsdamer Kitas ab nächstem Montag wieder offen - mit Einschränkungen

Die Stadt Potsdam will angesichts sinkender Infektionszahlen die Kitas wieder öffnen - mit Einschränkungen, die aber noch unter Vorbehalt des Landes stehen. Die 15-Kilometer-Regel für die Stadt ist aufgehoben.

Die Kitas in Potsdam sind ab Montag wieder offen
Die Kitas in Potsdam sind ab Montag wieder offenFoto: dpa

Potsdam - Angesichts sinkender Corona-Zahlen will die Stadt Potsdam ihre bis auf eine Notbetreuung geschlossenen mehr als 100 Kitas wieder öffnen – mit Einschränkungen. Das teilte das Rathaus am Donnerstag mit. „Die Kitas würden dann in den Regelbetrieb wechseln. Allerdings gilt aufgrund der aktuellen Lage weiter der Appell: Bitte bringen Sie Ihre Kinder nur in die Einrichtungen, wenn sie keine andere Möglichkeit der Betreuung haben“, sagte Jugenddezernentin Noosha Aubel (parteilos).

Wer sein Kind nicht bringt, muss auch nichts zahlen

Eltern, die einen Betreuungsanspruch haben, aber ihre Kinder zu Hause betreuen, müssten für diese Zeit keine Elternbeiträge bezahlen. Sollte es zu Corona-Infektionen in einzelnen Einrichtungen kommen werde die Stadt gemeinsam mit dem Kita-Träger schrittweise Einschränkungen und verschärfte Hygieneregeln in den betroffenen Einrichtungen umsetzen, um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen, hieß es weiter. Ob mit diesen Einschränkungen geöffnet werden kann, hängt allerdings an der Eindämmungsverordnung des Landes, die am Donnerstag vorgestellt werden soll. 

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

So plant das Land derzeit, dass Kommunen ihre Kitas erst schließen sollen, wenn es eine Inzidenz über 300 gibt. Die Entscheidung war bislang den Kommunen überlassen – so hatte Potsdam vor Weihnachten Kitas geschlossen, um die Infektionszahlen zu senken. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) machte klar, dass er darauf hoffe, dass die Kommunen selbst entscheiden können – im Sinne von restriktiveren Regelungen. Aktuell sind sechs Kitas in Potsdam von einzelnen Corona-Fällen betroffen.

Wegen der gesunkenen Fallzahlen ist die Bewegungsfreiheit der Potsdamer nicht mehr eingeschränkt

Zugleich teilte die Stadt angesichts der verbesserten Lage mit, die umstrittene 15-Kilometer-Bewegungsradius-Regel, die für Städte mit einem Inzidenz-Wert größer als 200 gilt, sei für Potsdam entfallen. Der in der Eindämmungsverordnung des Landes beschriebene eingeschränkte Bewegungsradius gilt aufgrund der Inzidenz von aktuell 155,3 für Potsdamer nicht mehr. Die kritische 200’er-Marke hatte die Stadt bereits am Montag unterschritten, gemeldet hatte den Wegfall der Regel aber bislang noch niemand. Insgesamt meldete die Stadt 34 Neuinfektionen, am vergangenen Mittwoch waren es noch 54 Fälle, die Woche zuvor 56.

Auch auf den Corona-Stationen der Krankenhäuser gibt es ein wenig Entlastung: Dort wurden am Mittwoch noch 85 Patienten behandelt, neun weniger als am Tag zuvor, davon wie am Dienstag 20 auf den Intensivstationen. Das Bergmann-Klinikum hatte auch weitere gute Nachrichten: Die ersten Untersuchungen von 24 positiven Potsdamer Corona-Proben brachten bisher keinen Hinweis auf die gefürchteten Mutationsvarianten des Virus, teilte das Krankenhaus mit. Allerdings stünden noch die Ergebnisse bereits eingesendeter Proben aus. Man wolle überdies weitere Tests sequenzieren, kündigte das Klinikum an.

Weitere Fälle in Seniorenheimen

Unterdessen sind Corona-Fälle aus der Heilig-Geist-Seniorenresidenz in der Burgstraße bekannt geworden, in dem schon am Montag vor einer Woche ein mobiles Impfteam die mehr als 50 Bewohner immunisieren wollte. Allerdings habe man dann am Freitag vier positive PCR-Tests von Bewohnern einer Etage erhalten, bestätigte Einrichtungsleiter Hendrik Bössenrodt auf PNN-Anfrage. Der Krankheitsverlauf sei bisher mild. Die Impfungen selbst hätten keine auffälligen Nebenwirkungen gehabt, sagte Bössenrodt. 

Hintergrund: Ein erster Impfschutz ist laut dem Hersteller des verwendeten Biontech-Vakzins nach zwölf Tagen nachweisbar. Anlass für die PNN-Anfrage waren Hinweise von Angehörigen. Insgesamt stellte die Stadtverwaltung aber fest, das Infektionsgeschehen in den Senioreneinrichtungen sei weniger dynamisch als in den vergangenen Wochen: "Dennoch gibt es weiterhin in sieben Einrichtungen aktuell Corona-Infektionen."

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.