• Die Corona-Lage in Potsdam am Donnerstag: Hunderte Kinder verbringen Weihnachten in der Quarantäne

Die Corona-Lage in Potsdam am Donnerstag : Hunderte Kinder verbringen Weihnachten in der Quarantäne

Viele Kinder und Jugendliche in Potsdam gelten als infiziert oder Kontaktpersonen - und müssen Weihnachten in Quarantäne verbringen. Derweil gibt es zwischen den Jahren noch Impftermine für Potsdamer

In vielen Schulen grassiert das Virus, unter anderem sollen regelmäßige Tests gegen die Ausbreitung helfen (Symbolbild).
In vielen Schulen grassiert das Virus, unter anderem sollen regelmäßige Tests gegen die Ausbreitung helfen (Symbolbild).Foto: dpa

Potsdam - Hunderte Kinder und Jugendliche müssen Weihnachten in Corona-Quarantäne verbringen. Stand Mittwochabend meldete die Stadtverwaltung, dass sich derzeit mehr als 800 Kinder und Jugendliche aus Kitas und Schulen als Kontaktpersonen in der häuslichen Isolation befinden, um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Rund die Hälfte davon komme aus Kitas, hieß es. Dazu seien 279 Kinder und Jugendliche sowie 43 Mitarbeitende aus Potsdamer Kitas und Schulen mit dem Coronavirus infiziert, hier wiederum die meisten aus Grundschulen. Die Zahlen liegen schon seit Wochen in dem Bereich.

Inzidenz bei 292

Allerdings ging die Sieben-Tages-Inzidenz ein wenig zurück. Derzeit werden 292 Neuinfektionen pro Woche in Potsdam registriert, gerechnet auf 100 000 Einwohner. Konkret gemeldet wurden am Donnerstag 76 neue Fälle. Damit bleibt Potsdam deutlich unter der Durchschnittsinzidenz im Land, die aktuell bei 528 Neuinfektionen liegt, Tendenz zuletzt ebenso rückläufig. Allerdings gibt es Sorge, dass es spätestens im Januar eine deutliche Trendumkehr wegen der noch ansteckenderen Omikron-Mutante geben könnte. Aktuelle britische Studien deuten auf ein möglicherweise etwas geringeres Hospitalisierungsrisiko bei dieser Variante hin. Am Mittwochabend hatte die Stadtverwaltung bereits 32 Omikron-Fälle gemeldet. Um die Lage bewerten zu können, werden laut Rathaus derzeit etwa 30 Prozent der positiven PCR-Tests sequenziert, also auf die genaue Virusvariante hin untersucht. Im Januar solle der Anteil der Sequenzierung steigen. Gefordert seien vom Robert-Koch-Institut Sequenzierungen in fünf bis zehn Prozent der Fälle, betonte ein Stadtsprecher.

Die Belastung der Potsdamer Krankenhäuser bleibt etwa auf dem Niveau der Vorwoche. Gestern meldete die Stadt 50 Patienten, davon 16 auf der Intensivstation. Vor einer Woche ging es um 56 Patienten, davon zwölf schwere Fälle.

Impftermine für Potsdamer

Für die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester sind in den Impfzentren der Stadt Potsdam noch zahlreiche Termine buchbar, sei es für Booster-, Erst- oder Kinderimpfungen. Das Impfportal der Stadt unter www.potsdam.de/impfen zeigte am Donnerstagnachmittag sogar noch freie Termin für Heiligabend an. In den Zentren können Potsdamer ab 18 Jahren neuerdings die dritte Auffrischungsimpfung (Booster) bereits drei Monate nach der Zweitimpfung erhalten. Bisher hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) erst sechs Monate nach der Grundimmunisierung zu einer Booster-Impfung geraten. Diese Woche hatte die Stiko wegen der neuen Omikron-Mutante ihre Empfehlung mit sofortiger Wirkung geändert.

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