• Die Corona-Lage in Potsdam am Dienstag: Seniorenheime noch diesen Monat durchgeimpft

Die Corona-Lage in Potsdam am Dienstag : Seniorenheime noch diesen Monat durchgeimpft

Seniorenheime sind in Potsdam besonders von Corona-Ausbrüchen betroffen gewesen. Bis Ende des Monats sollen nun alle Bewohner doppelt geimpft sein. Derweil sinken die Corona-Zahlen in der Stadt weiter - und das Rathaus will zehntausende weitere Spucktests ordern

Eine Corona-Impfspritze
Eine Corona-ImpfspritzeFoto: dpa

Potsdam - Noch im Februar sollen in allen Seniorenheimen in Potsdam die zwei nötigen Impftermine gegen Corona stattgefunden haben. Bis Ende der Woche sollen allein neun der 24 Pflegeeinrichtungen der vollstationären Pflege ihre Zweitimpfung erhalten, sagte am Dienstag auf Anfrage der PNN ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes, das für die mobilen Impfteams in Brandenburg zuständig ist. 15 Einrichtungen hätten zudem schon ihre Erstimpfung bekommen. Derzeit seien damit insgesamt rund 2300 Menschen aus diesen Einrichtungen geimpft, also sowohl Bewohner:innen wie Angestellte.

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Bereits Anfang der Woche hatte das Gesundheitsministerium auf PNN-Anfrage erklärt, in Brandenburg seien schon über 65 Prozent aller Bewohner der 341 stationären Pflegeeinrichtungen einmal geimpft, rund 20 Prozent hätten auch eine Zweitimpfung erhalten. In der Pandemie sind besonders solche Einrichtungen von schwerwiegenden Ausbrüchen betroffen, in Potsdam stammten seit Herbst laut Rathausangaben 70 Prozent der Corona-Todesfälle aus Senioreneinrichtungen.

Aktuell keine Termine für die Metropolishalle

Zugleich bestätigte ein Sprecher, dass aktuell weiter keine neuen Termine für das Potsdamer Impfzentrum in der Metropolishalle vergeben werden – wegen des Mangels an genügend Impfstoff. „Sobald wieder ausreichend verfügbar ist und neue Termine vergeben werden können, werden wir die Presse informieren“, so ein Ministeriumssprecher. Bis vergangenen Freitag habe es für die Metropolishalle mehr als 7300 Termine für Erst- und Zweitimpfungen gegeben.

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Nicht erschienen seien brandenburgweit 3,5 Prozent der Terminbucher. Könne eine aufgezogene Spitze mit Impfstoff einmal nicht verimpft werden, gebe es eine Warteliste für weitere Personen aus der Impfprioritätsstufe 1.

Sinkende Infektionszahlen

In der Stadt Potsdam sind die Corona-Zahlen derweil weiter gesunken. Die am Dienstagmorgen gemeldeten 14 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bedeuteten laut Rathaus eine Sieben-Tage-Inzidenz von noch 44,9 Fällen pro Woche, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Vor genau einer Woche lag die Inzidenz in Potsdam bei 86, also fast doppelt so viel.

Zugleich musste die Stadtverwaltung allerdings auch drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-Erkrankungen melden. Damit sind nun 209 vor allem ältere Potsdamer im Zuge der Pandemie verstorben, 13 mehr als noch vor einer Woche. Nur leicht gefallen ist die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern: 84 Patienten werden dort aktuell behandelt, 18 davon auf den Intensivstationen. Vor einer Woche waren es noch 88 Patienten, davon 20 Schwererkrankte.

Rathaus schreibt fast 40.000 Spucktests aus

Das Rathaus hat unterdessen kurzfristig eine Ausschreibung zum Kauf von 38.450 Corona-Spucktests gestartet. Bei dem auf dem Vergabemarktplatz Brandenburg gestarteten Verfahren sollen sich Interessenten bis Donnerstag mit Angeboten melden. Die Lieferung soll ab dem 22. Februar erfolgen, dann sollen 15.500 Stück geliefert werden. Am 8. März sind 15.300 Tests gefragt, am 22. März noch einmal 7650. Die Tests will die Stadtverwaltung selbst abholen, „um das Produkt kurzfristig an die jeweiligen Bedarfsstellen weitergeben zu können und die erforderlichen Lagerbedingungen während des Transports einhalten zu können“.

Die Tests sollen weiter in Kitas, aber auch Schulen und im Bürgerservice eingesetzt werden, um Infektionsketten rechtzeitig erkennen zu können. Die Tests müssen laut Ausschreibung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukt „als Antigen-Test zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 gelistet sein“, hieß es weiter.

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