• Die Corona-Lage in Potsdam am Dienstag: Maskenpflicht verlängert und Entscheidung zu Kitas erwartet

Die Corona-Lage in Potsdam am Dienstag : Maskenpflicht verlängert und Entscheidung zu Kitas erwartet

Erstmals seit Tagen ist die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlicher gestiegen - und am Mittwoch trifft der Krisenstab im Rathaus die Entscheidung, wie es mit den Kitas weitergeht. Irritationen über unterschiedliche Coronazahlen für Potsdam.

Auch in den Straßenbahnen müssen in Potsdam aktuell Masken getragen werden
Auch in den Straßenbahnen müssen in Potsdam aktuell Masken getragen werdenFoto: Ottmar Winter

Potsdam - In Potsdam soll die in Teilen der Stadt geltende Maskenpflicht beibehalten werden. Diese Regelung, die bislang am 31. Januar ausläuft, soll nun um zwei Wochen verlängert werden. Das bestätigte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Dienstag auf Anfrage. Die Maskenpflicht gilt für große Teile der Innenstadt rund um die Brandenburger Straße und am Hauptbahnhof, dazu an belebten Straßen in Babelsberg und in der Brandenburger Vorstadt. Dort reicht weiter eine Alltagsmaske aus Stoff – anders als zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr, im Rathaus oder in Supermärkten, wo laut der Landesverordnung nun zwingend medizinische Masken getragen werden müssen.

Inzidenz steigt wieder etwas an

Am Dienstagmorgen meldete die Stadtverwaltung 45 neue Infektionen und eine Zunahme der Sieben-Tage-Inzidenz von 112 auf 118. Zugleich meldete das Rathaus drei weitere verstorbene Potsdamer:innen, im Zuge der Pandemie gab es nun 180 Todesfälle.

Die aktuelle Lage wird auch den Krisenstab im Rathaus an diesem Mittwoch beschäftigen, der final entscheiden will, ob die Kitas in Potsdam nächste Woche in den von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen flankierten Regelbetrieb wechseln können. Unter anderem hatte die Stadtverwaltung die kurzfristige Anschaffung von tausenden medizinischen Masken und einfach durchzuführenden Corona-Spucktests angekündigt, um das Personal besser vor Ansteckungen zu schützen. Zugleich gibt es die Sorge, dass die hochinfektiöse Virusvariante B117, die bereits in Berlin für Alarmstimmung sorgt, auch nach Potsdam überspringen könnte. Bisher ist diese Mutante aber in dutzenden Proben, die das Bergmann-Klinikum sequenzieren lässt, nicht nachgewiesen worden.

600 Menschen in Potsdam in Quarantäne

In Quarantäne befinden sich aktuell 600 Potsdamer, darunter wie berichtet dutzende Kinder aus der Kita-Notbetreuung. Letztere wird noch von fast der Hälfte aller Kinder genutzt. Aus den Krankenhäusern der Stadt wurden 75 Covid-Patienten gemeldet – vor einer Woche waren es noch 85. Allerdings liegen 22 Menschen auch auf Intensivstationen, sogar noch zwei mehr als vor einer Woche.

Verschiedene Behörden, verschiedene Corona-Zahlen

Verwirrung gibt es derweil, weil weiterhin Behörden verschiedene Zahlen für Potsdam melden. So meldete das Landesgesundheitsministerium am Dienstag für Potsdam eine Inzidenz von nur noch 93 und eine Gesamtzahl von 4735 Infizierten – tatsächlich sind es schon 4780. Stadtsprecher Brunzlow sagte, hier habe es ein technisches Problem mit E-Mails gegeben, die verspätet rausgegangen seien. Das Robert-Koch-Institut meldete auf seinem Deutschland-Dashboard am Dienstagabend eine Inzidenz für Potsdam von 103 und 4270 Fälle insgesamt. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem Land und dem RKI daran, die Zahlen wieder zu synchronisieren“, sagte der Rathaussprecher. Auch andere Kreise im Land hätten mit solchen Problemen zu kämpfen.

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