• Desaströse Bilanz: Tourismus in Potsdam bricht weiter ein

Desaströse Bilanz : Tourismus in Potsdam bricht weiter ein

Die Landeshauptstadt beherbergte 2021 noch weniger Gäste als 2020. Im Herbst gab es immerhin einen kleinen Aufschwung.

Die Tourismusbranche leidet enorm unter der Pandemie.
Die Tourismusbranche leidet enorm unter der Pandemie.Foto: Ottmar Winter PNN

Potsdam - 2021 ist ein ganz schlechtes Jahr für die Tourismusbranche in Potsdam gewesen. Noch schlechter sogar als das bereits desaströse Jahr 2020. Das legen jüngste Daten des Statistischen Landesamts nahe. Demnach stiegen von Januar bis Oktober 251.353 Gäste in den Potsdamer Beherbergungsbetrieben ab. Das waren noch mal 20,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Immerhin bleiben die Gäste mit durchschnittlich 2,9 Tagen etwas länger als vor der Pandemie. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2021 wurden 73. 201 Gästeübernachtungen in der Landeshauptstadt gezählt – ein Minus von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

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Zahlen für den November und Dezember gibt es noch nicht. Sie werden von den Statistikern immer mit etwa sechs Wochen Verzögerung veröffentlicht. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass die letzten beiden Monate die Bilanz verbessern werden  – angesichts von Delta-Welle, Omikron-Angst und abgesagten Veranstaltungen. Ohnehin konzentriert sich der Gästezustrom in Potsdam traditionell auf die Sommersaison, Juli und August sind die wichtigsten Monate. 

Vor der Pandemie verzeichnete Potsdam Besucherrekorde

Der Oktober lief immerhin gar nicht so schlecht. Insgesamt wurden 45.950 Gäste gezählt – 15,8 Prozent mehr als im Oktober 2020, als Potsdam mit der Feier zu 30 Jahren Deutscher Einheit sogar einen Besuchermagneten hatte. Die Zahl der Übernachtungen kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,2 Prozent auf 124.702.

Zum ersten Mal seit 2003 könnte es damit in Potsdam weniger als 300.000 Gäste im Jahr geben. Der Einbruch im ersten Halbjahr war nicht aufzuholen. Monatelang konnten die Hotels zwar öffnen, aber nur für geschäftliche oder dienstliche Übernachtungen. Touristische Übernachtungen waren verboten. Der Rückgang fällt umso heftiger aus, weil die Branche vor der Pandemie auf dem Weg von einem Rekord zum nächsten war.  2019 wurden rund 1,4 Millionen Übernachtungen registriert – ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber 2018. Zudem gab es gut 564.000 Gästeankünfte. 2020 brach die Zahl der Gäste um mehr als 40 Prozent ein.

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