• Dauerärger um Bürgerservice jetzt Chefsache: Oberbürgermeister sucht kurzfristig Lösungen
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Dauerärger um Bürgerservice jetzt Chefsache : Oberbürgermeister sucht kurzfristig Lösungen

Rathauschef Mike Schubert (SPD) bezeichnet die derzeitige Lage als nicht akzeptabel. Sein Vorgehen sei aber nicht als Kritik an Ordnungsdezernentin Brigitte Meier (SPD) zu verstehen, betont er.

Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).
Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Wegen der Dauerschelte zum sogenannten Bürgerservice im Rathaus hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) das Thema nun zur Chefsache erklärt und will für schnellere Besserung sorgen. Das kündigte er am Freitag in einer Erklärung an. Demnach habe er bereits am Donnerstag eine Arbeitsgruppe einberufen, die bis nächsten Mittwoch zum Hauptausschuss der Stadtverordneten weitere Vorschläge erarbeiten soll, wie sich der „andauernde Bearbeitungsstau“ im Bürgerservice beheben lasse. 

Man werde mit „noch einmal“ erhöhten Anstrengungen „kurzfristig weitere technische, personelle und prozessuale Veränderungen vornehmen“, um eine zügigere Abarbeitung der Bürgeranliegen zu gewährleisten. Erwogen wird nach PNN-Informationen, dass man auch wieder ohne Termin ins Rathaus kommen könnte. 

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Vier neue Mitarbeiter beginnen erst in den nächsten Wochen

Die eigentlich zuständige Ordnungsdezernentin Brigitte Meier (SPD) sei mit der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine stark eingebunden, begründete Schubert den Schritt. Die aktuelle Lage sei aber weder für die auf Termine wartenden Bürger:innen akzeptabel – noch für die „unter enormen Druck“ stehenden Angestellten, so Schubert. Das entspreche auch nicht dem Anspruch an einen „guten Dienstleister“, der man sein wolle, räumte Schubert ein.  

In Richtung der Dezernentin erklärte er: „Wir hatten gehofft, dass die Maßnahmen, die im Geschäftsbereich von Frau Meier bereits zu Beginn des Jahres eingeleitet wurden, schneller Wirkung zeigen.“ Allerdings begännen zum Beispiel vier schon eingestellte Mitarbeiter erst in den nächsten Wochen. Als Kritik an seiner Dezernentin seien die Äußerungen aber nicht zu verstehen, teilte er den PNN mit. 

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