• Coronavirus-Verdachtsfall: Potsdamer decken sich mit Mundschutz ein

Coronavirus-Verdachtsfall : Potsdamer decken sich mit Mundschutz ein

In zahlreichen Potsdamer Apotheken ist seit Donnerstag der Mundschutz ausverkauft. Großhändler können offenbar nicht mehr liefern.

Potsdamer decken sich mit Mundschutz ein (Symbolbild). 
Potsdamer decken sich mit Mundschutz ein (Symbolbild). Foto: Robert Günther/dpa

Potsdam - Nach dem Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus bei einer Potsdamer Schülerin sind offenbar viele Bewohner der Landeshauptstadt verunsichert. So waren am Donnerstagvormittag bereits in zahlreichen Potsdamer Apotheken die Mundschutz-Masken ausverkauft, wie eine PNN-Recherche zeigte. 

Seit einigen Tagen sei die Nachfrage nach Mundschutz „deutlich gestiegen“,  sagte etwa Sandra Zöllner, Mitarbeiterin der Apotheke im Potsdamer Hauptbahnhof, „jetzt sind die aber alle ausverkauft, wir bekommen auch keine weiteren Produkte mehr geliefert, weil die Großhändler keinen Vorrat mehr haben“. Eventuell werde am Freitag noch eine Lieferung kommen. Die Kunden hätten nicht viele Fragen zum Coronavirus gestellt, „aber alle kaufen derzeit Desinfektionsmittel“.

„Die waren alle im Nu weg“

Die Löwen-Apotheke an der Friedrich-Ebert-Strasse hatte vorgesorgt und noch 20 Mundschutze vorrätig; Einfache für zwei Euro und bessere mit Filter für 13,95 Euro. „Die waren alle im Nu weg“, sagte Mitarbeiterin Antje Baum am Donnerstag. "Irgendwoher haben wir dann noch zehn bekommen, aber die waren genauso schnell vergriffen“. Der Handel könne inzwischen nicht einmal mehr Liefertermine nennen.

Die Kunden, die Mundschutz-Masken kauften, hätten „ausnahmslos einen sehr verängstigten Eindruck“ gemacht. Sie selbst, sagte Baum, trage keinen Mundschutz: „Es ist richtig das zu tun, wenn man ein geschwächtes Immunsystem hat, etwa nach einer Organtransplantation oder im Flugzeug nach China. Sonst braucht man das hier nicht.“

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In der Wilhelm-Apotheke an der Charlottenstraße waren es vor allem Menschen aus asiatischen Ländern, die Mundschutz kauften. Man habe versucht, den Kunden die Panik zu nehmen, sagte eine Mitarbeiterin. Nachbestellungen von Mundschutzen seien in ihrer Apotheke nun nicht mehr möglich. 

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