• Coronaregeln bei der Vip: Kein Rauswurf in Potsdam für Maskenmuffel

Coronaregeln bei der Vip : Kein Rauswurf in Potsdam für Maskenmuffel

Fahrgäste sind per se keine Gefahr, heißt es bei Potsdams Verkehrsbetrieb. Damit schlägt der Vip einen gänzlich anderen Weg wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg ein. 

Mit Maske in Potsdam unterwegs.
Mit Maske in Potsdam unterwegs.Foto: Ottmar Winter PNN

Potsdam - Potsdams Verkehrsbetrieb (Vip) will Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Schutz in seinen Bussen und Trams weiterhin nicht behelligen. Wie das kommunale Unternehmen am Mittwoch auf PNN-Anfrage mitteilte, schätzt es die Rechtsgrundlage anders ein als der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). 

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Der Betrieb werde nicht dadurch gefährdet, dass Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung sich in einem Fahrzeug oder in der Einrichtung befinden, teilte der ViP mit. „Eine Gefahr für andere Fahrgäste geht nicht automatisch von Menschen ohne Mund-Nasen-Bedeckung aus, sondern nur dann, wenn sie an einer infektiösen Erkrankung leiden.“ Ein bloßer Gefahrenverdacht sei nicht ausreichend, um Fahrgäste von der Beförderung auszuschließen.

Berlin verlangt Bußgelder für Maskenmuffel

Wie berichtet hatte der Verkehrsverbund VBB am Montag mitgeteilt, dass in Berlin und Brandenburg nach den jeweiligen Landesverordnungen Maskenpflicht im Nahverkehr gelte, Fahrgäste ohne Schutz eine potenzielle Gefahr für andere Fahrgäste seien und somit ein Ausschluss von der Beförderung gerechtfertigt sei – und zwar auf Basis der geltenden Beförderungsbedingungen. Berlin geht einen anderen Weg: Dort können seit Kurzem Bußgelder für Maskenverweigerer erhoben werden.

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.