• Corona und Unternehmen: Krisenhilfe bei Firmen stark gefragt

Corona und Unternehmen : Krisenhilfe bei Firmen stark gefragt

Über 1700 Anfragen sind bei der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg per E-Mail am Wochenende angekommen.

Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Bereits 5400 Unternehmen aus ganz Brandenburg haben sich wegen der Coronapandemie bei der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg (WFBB) gemeldet. „Seit Freitagvormittag hat sich die Zahl damit mehr als verdoppelt. Allein am Wochenende sind rund 1700 Anfragebögen online bei der WFBB eingegangen“, erklärte WFBB-Geschäftsführer Steffen Kammradt am Montag.

Die größten Branchengruppen sind dabei mit mehr als 75 Prozent Dienstleister, Handel und Gastronomie gewesen. Mehr als 90 Prozent der Anfragenden hätten weniger als zehn Beschäftigte. Die am häufigsten geschilderten Probleme seien Stornierungen, rapide Auftragsrückgänge und ausbleibende Kunden gewesen. „Alle Unternehmen und freiberuflich Tätigen, die sich bei uns gemeldet haben, werden zentral über die anlaufenden Unterstützungsmöglichkeiten informiert“, erklärte Kammradt.

30 Mitarbeiter für Fragen von Unternehmern da

Nach Angaben der Wirtschaftsförderung stehen derzeit rund 30 Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung. Melden können sich Betroffene in der Zeit von 8 bis 18 Uhr unter Tel.: (0331) 730 61 222. Zudem hat das Wirtschaftsministerium Service-Rufnummern für Brandenburger Unternehmen geschaltet: Tel.: (0331) 866-1887, -1888 und -1889. Auch die WFBB-Regionalcenter bearbeiten weiter Anfragen.

Bei der Hotline der Stadt Potsdam haben sich den Angaben zufolge bislang täglich zwischen 70 und 100 Geschäftstreibende gemeldet. Dazu seien alleine bis Freitag 81 E-Mails eingegangen, teilte die Stadt auf PNN-Nachfrage mit. Aufgrund der seit gestern geltenden neuen Verordnung rechnet die Stadt jedoch mit einem nochmals steigenden Informationsbedarf. Die meisten Fragen drehten sich derzeit laut Stadt um die Frage „Muss ich schließen oder kann mein Laden offen bleiben?“. Zuletzt habe es aber vor allem Informationsbedarf zu finanziellen Hilfsangeboten geben, heißt es.

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