• Corona-Test für Reiserückkehrer aus Risikogebieten: Potsdam öffnet Teststelle am Wochenende

Corona-Test für Reiserückkehrer aus Risikogebieten : Potsdam öffnet Teststelle am Wochenende

Rückkehrer aus Risikogebieten könne sich am Wochenende in der Jägerallee testen lassen. Am Freitag wurden in Potsdam drei neue Ansteckungen gemeldet. Das Klinikum ist wieder im Regelbetrieb.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich testen lassen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich testen lassen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpaFoto: dpa

Potsdam - Zum Ende der Schulferien eröffnet Potsdam eine Abstrichstelle für Reiserückkehrende aus Risikogebieten. Das teilte das Rathaus am Freitag mit. Dazu wird die Abstrichstelle in der Jägerallee 2-6 auch am Samstag und Sonntag jeweils von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet. Entsprechend der Verordnung der Bundesregierung sind Menschen, die nach Deutschland zurückkehren und in den 14 Tage zuvor ein Risikogebiet besucht haben, verpflichtet, einen Corona-Test durchzuführen. 

„Wir bitten alle Potsdamerinnen und Potsdamer, die ab Samstag aus Risikogebieten zurückkehren, am Samstag oder Sonntag in die Teststelle zu kommen und einen Corona-Test durchführen zu lassen“, sagte Amtsärztin Kristina Böhm. Zudem müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne zu begeben. Die Rückkehrenden werden gebeten, vor dem Test einen Nachweis vorzulegen, welches Risikogebiet besucht worden ist. Zudem sind sie verpflichtet, das Gesundheitsamt zu kontaktieren. Das Gesundheitsamt ist per E-Mail an [email protected] erreichbar. 

Testpflicht gilt ab Samstag

Eine Liste der aktuellen Risikogebiete ist auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes zu finden. Fast alle Länder außerhalb Europas gelten aktuell als Risikogebiet, auch innerhalb Europas gelten laut RKI derzeit beispielsweise Bosnien-Herzegowina, Luxemburg, Montenegro, Ukraine, Kosovo oder die Region Antwerpen in Belgien sowie drei Regionen in Spanien als Risikogebiete. Ab Samstag, 8. August, gilt verbindlich eine Testpflicht für Reiserückkehrende aus Risikogebieten. Ab Montag ist die Covid-Hotline des Potsdamer Gesundheitsamtes für Reiserückkehrer aus Risikogebieten telefonisch unter Tel.: (0331) 2892351 geschaltet.

Am städtischen Klinikum „Ernst von Bergmann“ können sich Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten hingegen vorerst noch nicht kostenlos testen lassen. „Wir haben von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) noch keine Zusage für die Kostenübernahme, sind aber dazu mit der KV und der Stadt im Gespräch“, sagte Klinikumsprecherin Damaris Hunsmann auf PNN-Anfrage. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg teilte hingegenen mit, dass Rückkehrer sich schon vor der Abreise oder direkt bei der Einreise testen lassen sollen, also zum Beispiel an Flughäfen, Bahnhöfen oder Teststellen an Grenzübergängen. 

Stadt korrigiert Zahl der Todesfälle um einen Fall nach oben

Am Freitag wurden in Potsdam drei Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus in Potsdam infiziert haben, liegt nun bei 674. In den vergangenen sieben Tagen ist in Potsdam bei neun Personen das Coronavirus nachgewiesen worden. Auch die Zahl der Todesfälle in Potsdam um einen Fall auf 53 nach oben korrigiert. Dabei handele es sich aber nicht um einen aktuellen Fall, machte ein Stadtsprecher auf PNN-Nachfrage deutlich. Eine "nachträgliche Prüfung der Todesursachen bereits früher Verstorbener" habe gezeigt, dass der Tod im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu sehen ist.

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Unterdessen haben am Freitag vier Monate nach dem Aufnahmestopp für Patienten wegen einer Häufung von Corona-Infektionen alle medizinischen Fachabteilungen des Potsdamer Bergmann-Klinikums wieder geöffnet. Damit nehme das Krankenhaus wie angekündigt als Schwerpunktversorger wieder den Regelbetrieb auf, teilte das Klinikum am Freitag mit. Das Krankenhaus wurde in den vergangenen Monaten in drei strikt getrennte Versorgungsbereiche für Covid-19-Patienten, Patienten ohne eindeutigen Infektionsstatus und gesichert infektionsfreie Patienten aufgeteilt. Die Bettenzahl wurde aber um rund 20 Prozent auf maximal 870 reduziert. (mit HvC/jaha)

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