• Corona-Lage in Potsdam: Inzidenz nach zwei Monaten wieder unter 50
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Corona-Lage in Potsdam : Inzidenz nach zwei Monaten wieder unter 50

Die Corona-Zahlen in der Landeshauptstadt sind weiter rückläufig. Am Samstag kam es zu einer spontanen Demonstration in der Landeshauptstadt.

Dank der gesunkenen Corona-Zahlen darf die Außengastronomie in Potsdam wieder öffnen.
Dank der gesunkenen Corona-Zahlen darf die Außengastronomie in Potsdam wieder öffnen.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Erstmals seit mehr als zwei Monaten ist die 7-Tage-Inzidenz für Potsdam wieder unter 50 gefallen. Am Pfingstsonntag lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 49,9, am Pfingstmontag sank der Wert auf 47,7 - niedriger war die Inzidenz zuletzt am 11. März. Vor einer Woche wurde für Potsdam ein Wert von 66 ausgewiesen.

Nachdem am Wochenende 46 Infektionen mitgeteilt worden sein, kamen am Montag zwei Ansteckungen hinzu. Bisher haben sich in Potsdam 7047 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 239 starben bisher in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

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Nach Angaben des Rathauses wurden am Sonntag 14 Corona-Patienten in den Krankenhäusern der Stadt behandelt, davon acht auf den Intensivstationen. Am Montag befanden sich sieben Personen auf den Intensivstationen. Am Samstag wurden 15 Corona-Patienten in den Kliniken behandelt, darunter waren sieben schwere Verläufe.

Spontane Demonstration in Potsdam

Eine kleine Gruppe von Kritikern der Corona-Bestimmungen hat am Samstagnachmittag spontan in Potsdam demonstriert. Die rund 30 Menschen wollten „offensichtlich“ nach Berlin, wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte. Weil die Demonstration dort verboten wurde, seien sie am Potsdamer Hauptbahnhof ausgestiegen und hätten eine Eilversammlung angemeldet. 

Mit Plakaten und in Begleitung von 17 Polizeibeamten seien sie zum Landtag und am Abend zurück zum Hauptbahnhof gelaufen. Laut dem Sprecher hielten die Demonstranten die Corona-Regeln ein, Festnahmen oder Zwischenfälle gab es nicht. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.  

Lockerungen vor Pfingsten in Kraft getreten

Weil der Inzidenzwert seit Tagen konstant unter 100 liegt, hat Potsdam am Freitag die Corona-Maßnahmen gelockert. Außengastronomie ist wieder erlaubt, ebenso Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 100 Besuchern. 

Auch Schlösser und Museen dürfen wieder öffnen. Groß war der Andrang im Barberini. Für die Pfingsttage gibt es keine Tickets mehr für das Museum, das neben der Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner noch bis zum 18. Juli die Ausstellung "Rembrandts Orient" zeigt.

Fiebermessen am Eingang

Nach Museumsangaben können alle 15 Minuten 20 Besucher eingelassen werden. Pro Tag könnten damit rund 660 Menschen das Museum besuchen. Das sei weniger als ein Drittel des sonst üblichen Aufkommens bei großen Publikumsausstellungen, teilte Museumssprecher Achim Klapp mit. 

Anders als etwa in Berlin sei kein tagesaktueller Corona-Test, jedoch Fiebermessen am Eingang nötig. Kontaktdaten werden über die Luca-App oder schriftlich festgehalten. Aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens können Tickets vorerst nur für jeweils drei Tage im Voraus erworben werden. Am Pfingstsonntag wurden wieder Karten verkauft.

Am Freitagabend hatte das Neue Globe Theater mit einer Open-Air-Premiere von "Don Quijote" im Schirrhof das Ende der Theaterauszeit eingeläutet. (mit dpa)


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