• Corona-Lage in Potsdam: 444 Neuinfektionen - Inzidenz leicht gesunken
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Corona-Lage in Potsdam : 444 Neuinfektionen - Inzidenz leicht gesunken

Am Freitag treten im Land weitete Lockerungen in Kraft. Das Bergmann-Klinikum will zum Normalbetrieb zurückkehren.

Henri Kramer
Brandenburger Straße in Potsdam.
Brandenburger Straße in Potsdam.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Corona-Werte in Potsdam sind leicht gesunken. Am Freitag meldete die Stadt 444 Neuinfektionen, am Donnerstag waren es 629 – so viele wie seit Mitte Februar nicht mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 1145,4. Tags zuvor lag sie bei 1158,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Vor sieben Tagen wies Potsdam eine Inzidenz von 1214,1 auf.

Bisher kamen 268 Potsdamer:innen seit Pandemiebeginn in Zusammenhang mit einer Corona-Infektionen ums Leben. Zuletzt wurden am Donnerstag zwei Todesfälle gemeldet.

Leicht rückläufiger Trend in Kitas

Einen insgesamt „leicht rückläufigen“ Trend beim Infektionsgeschehen registrierte die Stadtverwaltung für die Kitas und Schulen. Aktuell seien 480 Kinder und Jugendliche aus diesem Bereich mit dem Coronavirus infiziert, zudem 43 Mitarbeiter:innen, hieß es bereits am Mittwochnachmittag. 

Eine Woche zuvor waren es 497 Kinder und Jugendliche sowie 50 Angestellte mit Corona-Ansteckungen. Aktuell befindet sich ferner noch eine der knapp 120 Kitas in einer wegen Personalengpässen verhängten Notbetreuung – vor einer Woche waren es noch zwei. 

Mehr Corona-Patienten in Kliniken

Weiter gestiegen ist die Zahl der Corona-Patienten in Potsdams Kliniken am Donnerstag, auf nun 67 - sechs davon befinden sich auf der Intensivstation. Eine Woche zuvor waren es 38 Corona-Patienten in Potsdam. In diesem Bereich steht die Warnampel auf der höchsten Stufe. 

Trotz der Werte betonte „Ernst von Bergmann“-Klinikumchef Hans-Ulrich Schmidt am Donnerstag auf PNN-Anfrage, das Krankenhaus werde stufenweise in den Normalbetrieb zurückkehren. „Wir hoffen, dies bis Mitte März umsetzen zu können.“ Man rechne damit, im Klinikalltag mit Corona leben zu müssen – daher würden auch kurzfristig steigende Covid-Patientenzahlen „nicht grundsätzlich“ gegen die Rückkehr zum Normalbetrieb sprechen, die vor mehr als einer Woche angekündigt worden war, so Schmidt. 

Lockerungen treten in Kraft

Kernpunkt ist, Corona-Patienten nicht mehr in einer separaten Station, sondern auf den jeweiligen Fachbereichen in Isolationszimmern mit strikten Regeln zu behandeln. So sollen auch wieder mehr Operationen im Klinikum möglich sein, was aus Schmidts Sicht dringend nötig ist. 

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Am Freitag treten in ganz Brandenburg weitere Corona-Lockerungen in Kraft. In Gaststätten ist etwa der Besuch für Geimpfte und Genesene, aber auch für Ungeimpfte mit negativem Test (3G) möglich. Diskotheken und Clubs können mit 2G plus – also für Geimpfte und Genesene mit Booster oder zusätzlichem Test – wieder öffnen. In Schwimmbädern oder Fitnesscentern ist drinnen die 3G-Regel vorgesehen, nicht mehr 2G.

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