• Bundesweiter Warntag : Wieso in Potsdam nahezu keine Sirene zu hören war

Bundesweiter Warntag : Wieso in Potsdam nahezu keine Sirene zu hören war

Der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung ist an den meisten Potsdamern vorübergegangen. Grund sind wohl technische Probleme.

Blick auf eine digitale Werbetafel, die auf den Warntag 2020 hinweist.
Blick auf eine digitale Werbetafel, die auf den Warntag 2020 hinweist.Foto: Rolf Vennenbernd/dpa


Potsdam- Stell dir vor, es ist Alarm und keiner kriegt's mit: der "Warntag 2020" ist dieses Jahr in Potsdam sehr ruhig verlaufen. Zum bundesweiten Probealarm sollten Systeme getestet und Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, wie in Katastrophenfällen, beispielsweise Unwettern oder Hochwasser, alarmiert wird.

Auf Twitter bat die Feuerwehr Potsdam um Reaktionen, in welchem Stadtteil die Sirenen zu hören gewesen seien - den Rückmeldungen zufolge nur bei einer Minderheit der Bewohner.

 

"In der Nauener Vorstadt nur ganz leicht zu hören", schreibt ein Nutzer. "Klang nur nach einem Alarm, wenn man’s wusste."

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

"In der Innenstadt ist Ruhe und Nina meldet sich auch nicht - zum Glück ist das nur ein Test", so eine weitere Nutzerin. "NINA", die Warnapp des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) meldete sich schließlich doch zu Wort - allerdings mit einer halben Stunde Verzögerung. Wie eine Sprecherin in Bonn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, sei es zu einer Überlastung des Systems gekommen. 

Die Feuerwehr Potsdam bestätigte den Potsdamer Neusten Nachrichten auf Anfrage, dass die meisten Rückmeldungen der Anwohner negativ gewesen seien. "Wer in der Nähe einer Feuerwehrstation wohnt, hat den Alarm vermutlich besser gehört", sagte ein Sprecher. Allerdings sei die Sirenendichte in der Innenstadt relativ dünn. "Das Problem ist uns bekannt. Wir gehen davon aus, dass der Alarm nächstes Jahr von mehr Menschen wahrgenommen wird."

Die Probewarnung wird von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst und anschließend in den Ländern verbreitet. Es war der erste bundesweite Warntag. Künftig soll der Warntag jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden. (mit dpa)

Mehr zum Thema


Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.