• Bretz gegen Freizeitbad am Brauhausberg SPD und Linke üben Kritik aneinander

Potsdam : Bretz gegen Freizeitbad am Brauhausberg SPD und Linke üben Kritik aneinander

Potsdams CDU-Kreisvizechef Steeven Bretz hat sich gegen eine Sanierung der Schwimmhalle auf dem Brauhausberg ausgesprochen. Das Gebiet müsse gemeinsam mit der Speicherstadt neu entwickelt werden, sagte er gestern. Das Areal sei eine „Perle“ und biete die Chance, die neue Mitte rund um das Stadtschloss mit angrenzenden Wohngebieten zu verbinden.

Wie berichtet, hatten die Stadtverordneten in dieser Woche grünes Licht dafür gegeben, drei Varianten für den Bau eines neuen Freizeitbades zu prüfen: im Buga-Volkspark an der Biosphäre, auf dem alten Straßenbahndepot in der Heinrich-Mann-Allee sowie letztlich die Sanierung und den Ausbau der bestehenden Schwimmhalle auf dem Brauhausberg. Eine Prüfung des letzteren Standortes halte er für „überflüssig“, betonte Breetz. Eine umfassende Instandsetzung wäre mit „enormen Kosten“ verbunden, die „kaum refinanzierbar“ seien. Das Geld könne an einem anderen Standort sinnvoller ausgegeben werden, sagte Breetz.

Die SPD wies gestern den Vorwurf von Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg zurück, die Entscheidung für einen Standort sei bereits zugunsten des Buga-Volksparks gefallen. Wer dies behaupte, täusche „absichtlich“ die Öffentlichkeit. Gesamtkosten, Standortbedingungen, Erreichbarkeit und Akzeptanz müssten bei allen drei Optionen untersucht werden, bevor eine Entscheidung fallen könne. Dazu gehöre „zwingend“, die möglichen Auswirkungen auf die Fördermittel für die Biosphäre zu prüfen, so Schubert. Die 2001 fertiggestellte Halle muss mindestens 15 Jahre zweckgebunden betrieben werden. Scharfenberg kritisierte gestern erneut, dass keine Bürgerbefragung zum Bad durchgeführt werden soll. Die Stadtverordneten hatten dieses Ansinnen der Linken abgelehnt. pee