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Brandenburg verschärft Corona-Regeln : Potsdams Gastronomie bereitet sich auf 2G-Plus vor

In der Branche werden starke Umsatzeinbußen befürchtet. IHK-Präsident Peter Heydenbluth warnte, dass härtere Maßnahmen Existenzen bedrohen könnten.

Mancherorts gilt die 2G-plus-Regel bereits.
Mancherorts gilt die 2G-plus-Regel bereits.Foto: dpa

Potsdam - Bei den Gastronomen in Potsdam bereitet man sich auf die erneute Änderung der Regeln im Zuge der Omikronwelle vor. Voraussichtlich ab 17. Januar, also kommendem Montag, gilt in Brandenburg wie zwischen Bund und Ländern vereinbart in Restaurants und Kneipen 2G-Plus. Das ist das Ergebnis der Kabinettssitzung am Dienstag.

Gäste müssen dann zusätzlich zum Nachweis über die Impfung oder den Genesenenstatus auch einen Negativtest vorlegen. Davon ausgenommen sind Geboosterte. Für die Gastronomie bedeutet das nicht nur zusätzlichen Kontrollaufwand. 

Wie sinnvoll ist die Test-Ausnahme für Geboosterte?

So macht sich beispielsweise Jörn Rohde vom Hafthorn in der Potsdamer Innenstadt Sorgen, dass seine Umsätze um bis zu 30 Prozent zurückgehen könnten: „Man wird nicht mehr so selbstverständlich und locker in die Kneipe gehen“, sagte er am Montag auf PNN-Anfrage. Von Gesprächen mit seinen Gästen wisse er, dass geschätzt etwas mehr als die Hälfte bereits geboostert sei. Fraglich sei aber, wie sinnvoll die Test-Ausnahme für Geboosterte überhaupt sei, gibt Rohde zu bedenken – schließlich könnten sich auch Geboosterte anstecken.

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Im Sommer hatte Jörn Rohde noch eine eigene kleine Teststelle für die Gäste im Innenhof auf die Beine gestellt – das werde man nun wegen der Witterung nicht wieder tun, sagte er. Grundsätzlich stehe das Hafthorn „nicht ganz so katastrophal“ da wie andere Betriebe, sagt er: „Unser Publikum ist uns treu.“ Momentan sei keiner der Mitarbeitenden in Kurzarbeit, auch schließen werde er die Kneipe wegen der neuen Regeln nicht.

IHK-Präsident warnt vor Verschärfung der Lage

Vor den Auswirkungen für die Gastronomie warnte Peter Heydenbluth, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK). In der Branche, die ohnehin unter Fachkräftemangel leide, spitze sich die Lage „bis zur Existenzbedrohung zu“, wird er in einer IHK-Mitteilung zitiert: „Jede verschärfende Maßnahme stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen und Probleme.“ 

Wie auch im Einzelhandel sei bereits das Weihnachtsgeschäft wegen 2G vielerorts ausgeblieben. Heydenbluth begrüßte gleichzeitig die Ankündigung für eine Anpassung und Ausweitung der Wirtschaftshilfen.

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