• Brandenburg-Vergleich: Potsdamer verdienen am meisten

Brandenburg-Vergleich : Potsdamer verdienen am meisten

Im Vergleich zum Rest von Brandenburg verdienen die Potsdamer gut. Im Bundesvergleich sieht es allerdings ganz anders aus.

Basil Wegener dpa
Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa

Die verdienen laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit im Landkreis Elbe-Elster im bundesweiten Vergleich monatlich mit 2324 mit am wenigsten. Der sächsische Landkreis Görlitz ist mit 2272 Euro bundesweites Schlusslicht, Elbe-Elster liegt auf dem fünftletzten Platz. Die Daten der Bundesagentur für Arbeit hat die Linke im Bundestag ausgewertet.

Große Unterschiede zwischen Ost und West

Die Einkommen in Ost und West unterscheiden sich deutlich: Die 60 Landkreise und Städte mit den bundesweit niedrigsten Verdiensten liegen im Osten Deutschlands. Während Vollzeitbeschäftigte im Westen im Mittel 3424 Euro pro Monat verdienten, waren es im Osten nur 2707 Euro. Im Osten lag das mittlere Einkommen in Sachsen-Anhalt am höchsten mit 2595 Euro, es folgten Brandenburg mit 2593 Euro, Sachsen mit 2587 Euro, Thüringen mit 2553 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 2496 Euro. Zum Vergleich: Im bayerischen Ingolstadt wurde mit 4897 Euro brutto im Mittel am meisten verdient.

In diesem Vergleich schneidet auch Potsdam nicht gut ab. Laut dem im Februar veröffentlichten Gehaltsatlas des Internetportals gehalt.de liegt das Durchschnittsgehalt in der Brandenburger Landeshauptstadt unter dem Bundeschnitt: Potsdamer verdienen 15,8 Prozent weniger. Grundlage des Gehaltsatlas sind Daten aus bundesweit mehr als 490.000 Beschäftigungsverhältnissen, davon 7595 in Brandenburg und 1112 in Potsdam.  Das Potsdamer Durchschnittsjahresgehalt lag 2018 bei 37.890 Euro. Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 45.000 Euro. Unter den Landeshauptstädten landete Potsdam damit auf dem vorletzten Platz vor Schwerin.