• Bootshaus-Pläne für Neu Fahrland in der Kritik: Gegenwind für Ruderverein Vineta

Bootshaus-Pläne für Neu Fahrland in der Kritik : Gegenwind für Ruderverein Vineta

Neu Fahrland - An den Plänen des Ruderklubs Vineta für ein Vereinsheim auf der Halbinsel von Neu Fahrland gibt es Kritik. Die Neu Fahrländer Ortsbeiratschefin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) sagte am Dienstagabend im Bauausschuss, in dem Beirat sei das Vorhaben nach langer Debatte verworfen worden. Denn das Bootshaus würde in einem geplanten Park auf der Halbinsel gebaut, direkt neben einem dort geplanten Wohnkiez des Investors Robex Deutschland GmbH. Unter anderem habe man Bedenken, wo Mitglieder und Besucher des Rudervereins dann parken sollten. Auch aus dem Rathaus kamen Bedenken: Stadtplanerin Viola Holtkamp sagte, gerade der Park sei Ergebnis eines Planungswettbewerbs für das Areal – ein zweigeschossiges Bootshaus würde davon abweichen. Michél Berlin von den Linken fragte mehrfach nach, wie die freie Zugänglichkeit vor Ort gesichert werden könne, wenn die Boote doch auch gegen Diebstahl gesichert werden müssten.

Dagegen sagten Vereinsvertreter, der Investor habe Interesse an dem Engagement und würde auch das Grundstück zur Verfügung stellen. Man wolle das Bootshaus mitsamt seinem Imbiss in der zweiten Etage speziell für Jugendarbeit und den Breitensport zur Verfügung stellen und damit auch für eine Belebung des künftigen Viertels sorgen. Eine Straßenbahnanbindung und auch Parkplätze seien zumindest zu Fuß erreichbar. Beschlossen wurde schließlich ein Prüfauftrag der Rathauskooperation aus SPD, Grünen und CDU/ANW, ob in Neu Fahrland oder anderswo im Potsdamer Norden ein Standort für den ehrenamtlichen Ruderverein gefunden werden kann. Der Verein Vineta wurde 1883 gegründet und soll der erste Ruderklub Potsdams gewesen sein. Zu DDR-Zeiten wurde das alte Clubhaus an der Glienicker Brücke abgerissen.