• Bildung in Potsdam: Ortsvorsteherin fordert Schulen für Golm

Bildung in Potsdam : Ortsvorsteherin fordert Schulen für Golm

Nach der CDU will nun auch die SPD-Ortsvorsteherin von Golm eine zweite Grundschule und ein weiterführende Schule für den Stadtteil. Im Rathaus arbeitet man noch an der Schulentwicklungsplanung.

Der Wissenschaftsstandort ist Potsdam-Golm soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. 
Der Wissenschaftsstandort ist Potsdam-Golm soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. Lutz Hannemann

Potsdam/Golm - Im schnell wachsenden Ortsteil Golm im Potsdamer Westen wird der Ruf nach mindestens einer weiteren Schule immer lauter. Ortsvorsteherin Kathleen Krause (SPD) will nun im Ortsbeirat einen entsprechenden Antrag abstimmen lassen, um das Rathaus zum Handeln zu bewegen:  „Der Oberbürgermeister wird gebeten, den Ortsteil Golm in die Schulentwicklungsplanung für eine Grund- und weiterführende Schule mit aufzunehmen.“ Am 27. August soll über den Antrag entschieden werden. 

„An der Kapazitätsgrenze“

Zur Begründung führt die SPD-Frau an, die Ludwig-Renn-Grundschule im benachbarten Ortsteil Eiche sei wie auch der Hortstandort „an der Kapazitätsgrenze“. Ferner könne eine weiterführende Schule im Ortsteil den Verkehr entlasten, auch würden Schüler dann nicht wie bislang nicht in ihrer Wahlfreiheit beschränkt. Eine weiterführende Schule könne auch mit dem Wissenschaftspark kooperieren, stellt die Ortsvorsteherin fest. Der CDU-Ortsbeirat Maik Teichgräber sieht dies in einer aktuellen Erklärung ähnlich:  „Auf einem Bildungscampus könnten wir unter Einbindung eines Gymnasiums die gigantischen Potenziale des Universitäts- und Wissenschaftsstandorts Golm noch effizienter und zielgerichteter nutzen. Noch gibt es geeignete Bauflächen vor Ort, jedoch droht sich das Fenster dafür zu schließen.“ 

Auch die CDU wirbt für neue Schule in Golm

Es ist nicht die einzige Stimme aus der CDU, die aktuell für eine Schule in Golm wirbt.  „Der zunehmende Wohnungsbau im Stadtteil Golm führt zu einer Mehrauslastung der vorhandenen Infrastruktur“, hatte der CDU-Stadtverordnete Wieland Niekisch in einer Kleinen Anfrage an das Rathaus festgestellt. Die Stadtverwaltung hatte in der Antwort allerdings erklärt, die Kapazitäten der Renn-Grundschule seien für die „heutigen Kinder“ ausreichend - und man gehe auch davon aus, dass die Kapazitäten künftig ausreichen werden.

Zudem verwies die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage auf die laufenden Abstimmungsprozesse für den neuen Schul- und Hortentwicklungsplan, der bis Ende des Jahres vorliegen soll. Dabei würden auch neue Schulstandorte geprüft, hieß es zuletzt. So hatte Bildungsdezernentin Noosha Aubel (parteilos) wie berichtet auch den Bedarf für ein weiteres Gymnasium im Norden bestätigt - allerdings noch keinen Standort genannt.  

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