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Berliner Vorstadt : Großbrand in der Menzelstraße

In der Berliner Vorstadt ist am Donnerstag ein Dachstuhl in Brand geraten. Die Löscharbeiten wurden durch den Sturm erschwert. Auch mehrere Trinkwasserrohrbrüche waren die Folge.

In der Menzelstraße ist ein Dachstuhl in Brand geraten.
In der Menzelstraße ist ein Dachstuhl in Brand geraten.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Großbrand in der Menzelstraße: Am Donnerstagvormittag war es in der Berliner Vorstadt zu einem Dachstuhlbrand in einer Villa gekommen, der erst am späten Nachmittag gelöscht werden konnte. Die Feuerwehr war mit 17 Fahrzeugen und 54 Einsatzkräften vor Ort, das stürmische Wetter erschwerte die Löscharbeiten jedoch erheblich. Der Alarm war um 9.28 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen, sagte Einsatzleiter Dirk Häusler den PNN: „Das Feuer hat sich aus der Wohnung oder über den Balkon auf den gesamten Dachstuhl ausgebreitet.“ Das Feuer hatte sich von der Rückseite des Daches nach und zur Straßenseite vorgearbeitet. Bereits am frühen Nachmittag war der Dachstuhl komplett abgebrannt. Zur Brandursache liegen noch keine Informationen vor.

Die Rauchsäule war auch aus weiter Entfernung zu sehen, direkt vor Ort roch es beißend nach verbranntem Holz und Gummi. Zeitweise waren die Feuerwehrleute mit drei Wasserschläuchen gleichzeitig im Einsatz. Ein Löscheinsatz von innen musste abgebrochen werden, da der Boden des obersten Stockwerks einzustürzen drohte. Grund ist das viele Wasser, dass durch die Löscharbeiten eingedrungen war. „Ein Totalschaden im obersten Stockwerk ist nicht auszuschließen“, sagte Häusler.

Verletzt wurde niemand, Polizisten mit Maschinenpistole bewachten wertvolle Gegenstände

Um besser von oben an den Brandherd heranzukommen, musste die Feuerwehr den brennenden Dachstuhl mit einem Einreißhaken und einer Rettungssäge weiter öffnen. Der Sturm machte es den Einsatzkräften dabei umso schwerer: „Der Wind hat das Feuer in den Dachstuhl hereingetrieben“, erklärt Häusler. Ein weiteres Problem: Etwa gegen 13 Uhr fiel die Drehleiter eines Leiterwagens aus, das Fahrzeug musste daraufhin vom Einsatzort entfernt werden.

Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand, fünf Personen aus dem Haus wurden evakuiert und kurzzeitig in einem Mannschaftswagen untergebracht. In dem Haus befanden sich zwölf wertvolle Gemälde: Diese wurden gerettet und anschließend in einem Fahrzeug in einer Nebenstraße sichergestellt, das von zwei mit Maschinenpistolen bewaffneten Polizisten bewacht wurde.

Mehrere Trinkwasserrohrbrüche wegen der Löscharbeiten

Die Stadtwerke vermeldeten am Mittag zudem mehrere Trinkwasserrohrbrüche in der Berliner Vorstadt - im Bereich der Tizianstraße, Nähe Böcklinstraße und Seestraße, und in der Rembrandtstraße. Insgesamt waren es vier Rohrbrüche, betroffen seien rund 500 Haushalte, hieß es am frühen Donnerstagnachmittag. An der Beseitigung werde gearbeitet, teilten die Stadtwerke über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Dabei sei auch mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Grund für die Rohrbrüche ist der "Löscheinsatz der Feuerwehr mit entsprechend deutlich höherem Wasserverbrauch und veränderten Strömungsverhältnissen in diesem Bereich", teilte Stadtwerke-Sprecher Stefan Klotz auf Nachfrage der PNN mit. 

Wegen des Feuerwehreinsatzes "und der damit verbundenen aktuell hohen Wasserabnahme" könne es zudem in der Menzelstraße und in angrenzenden Straßen zu Eintrübungen des Trinkwassers kommen, teilten die Stadtwerke außerdem mit. Diese seien nicht gesundheitsschädlich.

Dieser Text wird aktualisiert.

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