• Bauen in Potsdam: Neue Regeln für Neubauten in der Brandenburger Vorstadt

Bauen in Potsdam : Neue Regeln für Neubauten in der Brandenburger Vorstadt

In der Brandenburger Vorstadt könnten neue Regeln einer zu dichten Bebauung den Riegel vorschieben. Auch eine weitere Verknappung der Parkplätze in dem Stadtteil soll so verhindert werden.

Blick in die Feuerbachstraße in der Brandenburger Vorstadt.
Blick in die Feuerbachstraße in der Brandenburger Vorstadt.Foto: Johanna Bergmann

Potsdam - Nach einer Sondersitzung des Bauausschusses zeichnen sich für mögliche weitere Hinterhofbauten in der Brandenburger Vorstadt neue Regeln ab. Ausschusschef Ralf Jäkel (Linke) sagte auf Anfrage der PNN, unter anderem solle es Investoren in dem Gebiet künftig unmöglich gemacht werden, einfach gegen eine Gebühr auf Stellplätze zu verzichten. Das sei schon wegen der angespannten Parksituation vor Ort nötig. 

Ein weiteres Kalkül der geplanten Regel: Wenn auf einem Baugrundstück nur Platz für zum Beispiel vier Parkplätze ist, können auch nur begrenzt neue Wohnungen errichtet werden. Weitere konkrete Maßnahmen sollen bei einem weiteren Vor-Ort-Termin der Ausschussmitglieder im April besprochen und festgelegt werden.

Die Linken wollen begrünte Innenhöfe schützen

Anlass für die Aktivitäten sind zwei Anträge der Linken und der CDU/ANW. Die Linken wollen demnach Bebauungspläne für das Gebiet aufstellen – gegen ein Übermaß baulicher Verdichtung und für den Schutz begrünter Innenhöfe. Solche Bebauungspläne seien zumindest in Teilbereichen möglich, sagte Jäkel.

Die CDU/ANW hatte zudem beantragt, ob für den Stadtteil und auch Potsdam-West ein förmliches Sanierungsgebiet ausgerufen werde könne – um etwa Straßen zu sanieren, die Beleuchtung zu erneuern und allgemein das Viertel zu verschönern. Doch das lehnt die Stadt als nicht zielführend ab – so habe das Land bereits klargemacht, dass keine Perspektive für eine Förderkulisse besteht, solange es in Potsdam noch andere Sanierungsgebiete gibt. Jäkel sagte, im Ausschuss habe das Rathaus aber zugesagt, andere bestehende Instrumente zur Verbesserung der Lage auszuschöpfen.