• Bahnhofspassagen in Potsdam: Kino im Liegen im neuen UCI Luxe

Bahnhofspassagen in Potsdam : Kino im Liegen im neuen UCI Luxe

Das UCI in den Potsdamer Bahnhofspassagen wurde zum Luxuskino umgebaut. Es gibt Ledersessel und mehr Beinfreiheit, dafür sind die Ticketpreise gestiegen.

Der technische Leiter Marko Hahn inspiziert die neuen Ledersessel im UCI in den Bahnhofspassagen Potsdam.
Der technische Leiter Marko Hahn inspiziert die neuen Ledersessel im UCI in den Bahnhofspassagen Potsdam.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - In großen Ledersesseln mit verstellbaren Lehnen und Fußstützen können es sich die Zuschauer im UCI Kino in den Potsdamer Bahnhofspassagen von nun an bequem machen. Die Zuschauer könnten dank der neuen sogenannten Reclining Seats „eine halbliegende Position“ einnehmen, wie UCI-Sprecherin Nadine Breuer es beschreibt. Zudem wird zwischen den Sesseln mehr Beinfreiheit geboten.

UCI Luxe will für mehr Luxus sorgen

Mit dem neuen neuen Konzept will das Kino, das nun UCI Luxe heißt, für mehr Luxus sorgen. Nach mehreren Monaten sind die Bauarbeiten in den acht Kinosälen nun abgeschlossen, sodass ab Donnerstag wieder alle Säle in Betrieb sind. „Jetzt werden noch Restschönheitsarbeiten gemacht“, sagt Breuer gegenüber den PNN.

Bundesweit gibt es nun drei UCI Luxe-Kinos. Jetzt auch in Potsdam.
Bundesweit gibt es nun drei UCI Luxe-Kinos. Jetzt auch in Potsdam.Foto: Andreas Klaer

Eine Besonderheit ist der sogenannte „isense“-Saal. Der größte Saal des Kinos wurde mit einem 3D-Soundsystem, einer extra großen Leinwand sowie 4K-Projektionstechnik für besonders hochauflösende Bilder ausgestattet. Doch auch in allen anderen Sälen wurde die Tontechnik erneuert. Lautsprecher befänden sich nun an der Decke und in allen Ecken des Saals, sagt der technische Leiter Marko Hahn. „Richtige Soundobjekte kann man darstellen“ - also den Klang so gestalten, als ob er aus der Mitte des Raumes kommt.

Neue Säle sind auch barrierefrei

Seit August seien die ersten umgebauten Kinosäle in Betrieb, so Hahn. „Da ist das Feedback grandios“, gibt er einige Eindrücke der Zuschauer wieder. Die Säle verfügen wie bisher über Plätze für Rollstuhlfahrer. Außerdem gebe es im Foyer einen rollstuhlgerechten Tresen.

Komplett abgeschlossen würden die Bauarbeiten erst im Januar, wenn auch der Foyer- und Barbereich des Kinos erneuert ist, so Breuer. Erst dann wird das Kino offiziell eröffnet. Vor allem im Foyerbereich wurde am Mittwoch noch in allen Ecken gewerkelt. Neu und mit einem gewissen High-Tech-Schick versehen sind die dort aufgestellten vier Coca-Cola Automaten, an denen sich die Kinogäste ihr Getränk aus etwa hundert Geschmacksrichtungen zusammenstellen können.

Während der Bauzeit, die im Juni begonnen hat, sei der Kinobetrieb weitergeführt worden, so Nadine Breuer. Zwischendurch seien zeitweise allerdings nur drei der acht Säle in Betrieb gewesen. Die Zuschauer hätten sie rechtzeitig auf die Einschränkungen vorbereitet. „Wir haben das von Anfang an kommuniziert“, so die UCI-Sprecherin. Die Bauarbeiten seien reibungslos verlaufen und alles nach Plan fertiggestellt worden.

Nur drei UCI Luxe deutschlandweit

Inklusive des Potsdamer UCI Luxe gibt es laut Breuer deutschlandweit bislang nur drei Kinos dieser Art. Ein viertes eröffne demnächst in den Gropius-Passagen in Berlin. Bis auf kleine Unterschiede sei das Konzept in den Luxe-Kinos weitestgehend gleich. Im Potsdamer UCI haben die Umbauarbeiten laut Breuer mehrere Millionen Euro gekostet. Eine „erhebliche Investition“ sei es für den Konzern mit Sitz in Bochum gewesen.

Das wirkt sich nun auch auf die Preise aus, die im UCI Luxe angehoben wurden. Für eine Kinokarte müssen die Besucher nun etwas mehr bezahlen. Zahlten die Zuschauer für eine Karte am Samstagabend vorher zwischen 7,40 und 13,90 Euro, sind es jetzt – je nach Platzwahl – zwischen 8,50 und 14,50 Euro.

Lange Schlangen an den Kino-Kassen

Durch den Umbau und den Gewinn an Beinfreiheit in den Saalreihen des Kinos habe sich die Anzahl der Sitzplätze etwa um die Hälfte reduziert, sagt Breuer. Insgesamt verfügt das Kino nun noch über 1072 Plätze. Einzelne Zuschauer haben berichtet, dass es nun schwieriger sei, Karten für eine Vorstellung zu bekommen. Außerdem würden sich vor den Kinokassen wegen des Andrangs nun längere Schlangen bilden.

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