• Ausbau der Bundesstraße 2 fraglich: Potsdamer Rathaus gegen Forderung aus Groß Glienicke

Ausbau der Bundesstraße 2 fraglich : Potsdamer Rathaus gegen Forderung aus Groß Glienicke

Kommunalpolitiker fordern in dem Ortsteil schon lange einen Ausbau der Verbindung. Die Bauverwaltung im Rathaus macht den Befürwortern aber nur wenig Hoffnung.

Die Bundesstraße 2 in Groß Glienicke. 
Die Bundesstraße 2 in Groß Glienicke. Foto: privat

Potsdam - Der vom Ortsbeirat in Groß Glienicke schon länger geforderte Ausbau der dortigen Bundesstraße 2 wird vermutlich noch länger auf sich warten lassen: Nachdem der Ortsbeirat unter seinem Vorsitzenden Winfried Sträter (Groß Glienicker Forum) zuletzt einen Beschluss gefasst hat, wonach das Potsdamer Rathaus den Ausbau endlich in den Doppelhaushalt 2023/2024 aufnehmen soll, hat die Bauverwaltung nun geantwortet – und erklärt, dass bestehende Entwurfsplanungen aus dem Jahr 2016 veraltet sind. Es bedürfe also wegen der Entwicklungen in dem Potsdamer Ortsteil einer grundsätzlichen Überarbeitung, teilte Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) mit.

Damals hatte die Stadt knapp drei Millionen Euro Kosten für den Ausbau kalkuliert. Angesichts der Baupreissteigerungen der vergangenen Jahre seien „inzwischen wesentlich höhere Kostenansätze zu erwarten“, teilte das Rathaus auch auf Anfrage des Groß Glienicker Stadtverordneten Andreas Menzel (Freie Wähler) mit. 

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Es sei daher eine neue Ausschreibung der Planungsleistungen erforderlich, hieß es aus der Bauverwaltung im Rathaus weiter. Und: „Um diese neue Planung auf den Weg zu bringen, müssen notwendige finanzielle Mittel in den Investitionshaushalt 2023-27 eingestellt werden.“ Allerdings könne man für ein solches Projekt Landesförderung beantragen.

Skepsis in der Bauverwaltung zum Ausbau

Rubelt aber zeigt sich generell skeptisch. Auch anderswo im Norden seien Ortsdurchfahrten ausbaubedürftig. Doch dafür gebe es nicht einmal eine Prioritätenfestlegung, „weil für keine dieser Ortsdurchfahrten in der mittelfristigen Haushaltsplanung Geld zur Verfügung steht“. Ziel sei vielmehr, dass der Umweltverbund – also öffentlicher Nah- und Fahrradverkehr – gestärkt und der Anteil des Autoverkehrs verringert werde, so Rubelt. Der Ausbau der Bundesstraße 2 sei keine Maßnahme „in diesem Sinne“.

Dabei hatte der Ortsbeirat Groß Glienicke erst im Mai dafür votiert, diese „nur notdürftig befestigte Trasse“ auszubauen, auch mit Blick auf den erwartbaren zusätzlichen Verkehr nach Berlin durch den geplanten Siedlungsbau in Krampnitz.

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