• Aus für einzige Filiale: Commerzbank in Babelsberg schließt

Aus für einzige Filiale : Commerzbank in Babelsberg schließt

Die bisher wegen der Pandemie geschlossene Commerzbankfiliale in Babelsberg öffnet nicht wieder. Kunden müssen künftig in die Innenstadt oder auf Online-Banking ausweichen.

Bundesweit sollen mindestens 200 Filialen geschlossen werden, Insider gehen von 1000 aus.
Bundesweit sollen mindestens 200 Filialen geschlossen werden, Insider gehen von 1000 aus.Foto: dpa

Babelsberg - Die Commerzbank schließt ihre einzige Babelsberger Filiale dauerhaft. Die Geschäftsstelle in der Karl-Liebknecht-Straße war bereits im März aufgrund der Covid-19 Pandemie geschlossen worden. Nun bestätigte ein Sprecher der Commerzbank auf PNN-Anfrage, dass die Filiale nicht wieder öffnen wird. „Momentan sind wir dabei, unsere Babelsberger Kundinnen und Kunden möglichst persönlich hierüber zu informieren, ergänzend haben wir Plakataushänge angebracht“, teilte Sprecher Mathias Paulokat mit. Viele Kunden seien in den vergangenen Wochen bereits auf die Hauptstelle in der Lindenstraße 45 ausgewichen oder hätten tägliche Bankgeschäfte digital erledigt. „Die Zugriffe auf unsere Banking-App sind seit der Corona-Krise so hoch wie nie zuvor“, so der Sprecher.

Zahl der Banken nimmt deutschlandweit ab

Wer persönlich betreut werden möchte, muss nun unter Umständen längere Wege in Kauf nehmen. In ganz Deutschland ist die Zahl der Bankfilialen seit Jahren rückläufig. Als hauptsächliche Ursachen gelten die hohen Kosten und die Konkurrenz durch Direktbanken. Auch der Niedrigzins setzt den Bankhäusern zu. Durch die Coronakrise wurde die Entwicklung beschleunigt. Das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung Halle warnte kürzlich in einer Studie vor einer Bankenkrise: Eine Corona-bedingte Wirtschaftskrise könne den deutschen Bankensektor massiv in Mitleidenschaft ziehen, wenn Firmen nicht mehr in der Lage seien, ihre Kredite zurückzuzahlen.

Institut will mindestens 200 Filialen schließen

Die Commerzbank befindet sich in einer deutschlandweiten Restrukturierung. Das Geldinstitut hatte bereits Ende letzten Jahres angekündigt, bundesweit 200 Filialen schließen zu wollen. Doch es könnten noch deutlich mehr werden. Einem unbestätigten Bericht der „Börsen-Zeitung“ zufolge soll der Vorstand inzwischen die Schließung von knapp 1000 Filialen planen. In Babelsberg hatte bereits im letzten Jahr die Deutsche Bank ihre Filiale geschlossen, seither steht deren Kunden nur noch eine Geschäftsstelle mit Geldautomaten in der Charlottenstraße zur Verfügung.

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