ATLAS : Gewollt

Es war ein beeindruckendes Bild: Mehr als 150 Tierfreunde aus Potsdam und der Umgebung waren am Sonntag zum Spatenstich auf das Waldgelände an der Michendorfer Chaussee gekommen, auf dem der Tierschutzverein das neue Tierheim für Potsdam plant. Anders als bei den sonst als „Spatenstich“ bezeichneten Veranstaltungen gab es weder lange Reden noch Sekt, dafür gings voran: In wenigen Minuten schaufelten, kratzten und fegten die Teilnehmer einen Asphaltweg unter dem frostigen Waldboden frei. Wie groß die Hilfsbereitschaft vieler Potsdamer ist, wenn es um ein Tierheim geht, zeigten auch andere Szenen von diesem Sonntag: Sei es eine spontane Spendensammlung vor Ort, seien es die von einigen Helfern mitgebrachten Kaffeekannen oder der Tischler, der kurz entschlossen anbot, das Dach des künftigen Tierheims auf eigene Kosten in Schuss zu bringen. Die Potsdamer wollen dieses Tierheim – und sie wollen es in Potsdam, nicht weitab in Beelitz oder Zossen, wo die Stadt ab Januar die Fundtiere unterbringen lässt. Wem das in den vergangenen Monaten, in denen sich neben dem Verein auch die Bürgerinitiative „Potsdam braucht ein Tierheim“ für das Anliegen stark gemacht hat, noch nicht klar geworden ist, der bekam am Sonntag den besten Beweis dafür.