• Arbeitsmarktbericht Brandenburg: Zahl der Arbeitslosen auf Rekordtief

Arbeitsmarktbericht Brandenburg : Zahl der Arbeitslosen auf Rekordtief

Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung sinkt. In Brandenburg lag die Arbeitslosenquote im November bei 5,4 Prozent.

Christian Müller
Die Zahl der Arbeitslosen in Potsdam geht zurück.
Die Zahl der Arbeitslosen in Potsdam geht zurück.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Zahl der Arbeitslosen im Land Brandenburg sinkt, die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch - auch in Potsdam. Das gab die Regionaldirektion Brandenburg-Berlin der Bundesagentur für Arbeit am Freitag bekannt.

Im November 2019 gab es in Brandenburg 72.074 Arbeitslose. Die Arbeitsagentur sprach von einem Rekordtief. Im Vergleich zum Oktober ist das ein Rückgang um 307, im Vergleich zum November 2018 sogar ein Rückgang um 5195 Personen. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,4 Prozent (November 2018: 5,8 Prozent).

865.500 Menschen waren im September 2019 sozialversicherungspflichtig beschäftigt - 6800 Personen mehr als im September 2018. Neuere Zahlen liegen nicht vor.

Region Potsdam: Knapp 16.000 Arbeitslose

Noch etwas besser sehen die Zahlen der Arbeitsagentur Potsdam aus. In Potsdam, Brandenburg an der Havel, Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark waren 15.880 Menschen im November ohne Beschäftigung. Die Quote sank auf 4,7 Prozent (November 2018: 5,0 Prozent) - der niedrigste Wert aller Brandenburger Regionen.

„Die Arbeitskräftenachfrage ist trotz des Ausblicks auf die bevorstehenden Wintermonate weiterhin hoch. Darüber hinaus mussten sich im letzten Monat weniger Menschen in unserer Region arbeitslos melden“, sagte Sandra Stahl, die stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Potsdam.

Von Zahlen nicht täuschen lassen

Derzeit gibt es in Brandenburg mehr als 22.500 freie Stellen. In vielen Industriebereichen, der Energietechnik und im Bereich Lagerwirtschaft, Post und Zustellung werden Arbeitskräfte gesucht. Trotz der guten Zahlen gibt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), den Bedenkenträger. 

"Die Knappheit an gut ausgebildeten Arbeitnehmern ist hier weiterhin groß, zudem plagen sich viele Firmen mit Nachwuchssorgen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch in Brandenburg Anzeichen für eine Abkühlung gibt", sagte Amsinck. "Zudem gibt es Anzeichen, dass bei den Unternehmen die Kurzarbeit spürbar zunimmt. Auch die geringere Dynamik bei der Zeitarbeit deutet darauf hin, dass die Konjunkturschwäche anhält."

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