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Am ersten Juli-Wochenende : Bahnsperrung zwischen Potsdam und Berlin

Am ersten Juli-Wochenende fahren zwischen Potsdam und Berlin weder S-Bahn noch Regionalzüge. Grund sind Bauarbeiten an der Hochstraßenbrücke an der Nuthestraße.

Der Abriss der Brücke stadtauswärts wurde im April abgeschlossen. Jetzt wird der Neubau errichtet.
Der Abriss der Brücke stadtauswärts wurde im April abgeschlossen. Jetzt wird der Neubau errichtet.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Wer in der kommenden Woche in Potsdam mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, muss deutlich mehr Zeit einrechnen. Grund dafür sind mehrere Sperrungen aufgrund von Bauarbeiten. Bereits ab Montag, dem 29. Juni, bis zum 2. Juli ist abends der Straßenbahnverkehr zwischen dem Platz der Einheit und der Haltestelle Waldstraße/Horstweg unterbrochen, wie der Verkehrsbetrieb ViP mitteilte. Die Sperrung dauert jeweils ab 21 Uhr bis Betriebsschluss. In dieser Zeit werden um den Hauptbahnhofs Tiefbauarbeiten durchgeführt. Der ViP hat als Ersatz ein Nord- und Südnetz für die Straßenbahnlinien geplant.

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Das Nordnetz sieht vor, dass die Linie 91 in Richtung Bahnhof Pirschheide und die Linie 92 in Richtung Kirschallee sowie die Linie 96 zum Campus Jungfernsee am Platz der Einheit Nord starten. 

Die Linie 99 zur Fontanestraße beginnt am Platz der Einheit West. Im Süden Potsdams fährt die Straßenbahn 91 zwischen dem Bahnhof Rehbrücke und dem Halt Eduard-Claudius-Straße/Heinrich-Mann-Allee. Die Linie 96 fährt dann von dieser Haltestelle hin zur Marie-Juchacz-Straße. Der Umstieg zum Ersatzverkehr mit Bussen in Richtung Hauptbahnhof und Platz der Einheit erfolgt dann ebenfalls an der Haltestelle Eduard-Claudius-Straße/Heinrich-Mann-Allee. 

Zwischen dem Platz der Einheit West und dem Bahnhof Rehbrücke wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Nur jeder zweite Bus soll allerdings die gesamte Strecke befahren. Die Übrigen verkehren lediglich zwischen dem Platz der Einheit und dem Hauptbahnhof. Zudem weist der ViP darauf hin, dass Fahrräder in den Bussen nicht mitgenommen werden können.

Einschränkungen im Bahnverkehr ab Montag

Grund zur Entspannung gibt es nach den Einschränkungen bei den Straßenbahnlinien jedoch nicht. Einen Tag später, ab Freitag, dem 3. Juli, kommt es zu Sperrungen im Bahnverkehr. Von 22 Uhr bis Montag, 6. Juli, 4 Uhr fahren keine Fern-, Regional- und S-Bahnen zwischen Berlin und Potsdam Hauptbahnhof. Das teilte der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mit.

Die S-Bahnen fahren während der Sperrung von Berlin bis zum Bahnhof Babelsberg, wo Ersatzverkehr mit Bussen besteht und auch in die Straßenbahn umgestiegen werden kann. Die Züge des RE1, die normalerweise in Brandenburg/Havel enden, enden aus Richtung Berliner Innenstadt am Bahnhof Wannsee und fahren wieder zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Brandenburg/Havel. Die nach Magdeburg fahrenden Züge werden umgeleitet und halten nicht in Wannsee und am Potsdamer Hauptbahnhof, dafür aber in Golm.

Autofahrer erwartet keine Einschränkung

Die Gleise müssen aufgrund der Bauarbeiten zum Neubau der westlichen Hochstraßenbrücke an der Nuthestraße komplett gesperrt werden. An diesem Wochenende sollen Schalungsträger und die Brettschalung eingebaut werden. In sie wird später der Beton für den Überbau der Brücke gegossen. 

Wer mit dem Auto im Bereich der Friedrichs-Engels-Straße unterwegs ist, muss jedoch mit keinen zusätzlichen Einschränkungen rechnen. Auch die Anwohner sollen laut Landesbetrieb Straßenwesen vor großer Lärmbelästigung verschont bleiben. „Bei den Arbeiten werden ausschließlich elektrisch betriebene Geräte eingesetzt“, heißt es in der Mitteilung. 

Der Teil der neuen Hochstraßenbrücke stadtauswärts soll im Mai 2021 fertig sein. Dazu soll vom 24. bis zum 27. Juli auch die Friedrich-List- Straße voll gesperrt werden. Nach der Fertigstellung des Abschnitts folgen Abriss und Neubau der Brücke stadteinwärts. Derzeit wird auch die Brücke über den Neuendorfer Anger ersetzt. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für Oktober 2022 geplant.

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