• Aktionswoche in Potsdam: Hilfe für Kinder aus Suchtfamilien

Aktionswoche in Potsdam : Hilfe für Kinder aus Suchtfamilien

Noch bis Samstag gibt es im Internet Angebote für Kinder mit einem suchtkranken Elternteil. Ihnen fehlt derzeit die Möglichkeit, sich mitzuteilen.

Negative Auswirkungen süchtiger Eltern werden im Lockdown verstärkt.
Negative Auswirkungen süchtiger Eltern werden im Lockdown verstärkt.Foto: picture alliance / dpa

Potsdam - In Deutschland wachsen mehrere Millionen Kinder bei einer Familie auf, in der mindestens ein Elternteil eine Suchterkrankung hat. Das wirkt sich auch negativ auf die Kinder aus und wird durch den aktuellen Lockdown noch verstärkt, wie aus einer Pressemitteilung der Potsdamer Stadtverwaltung hervorgeht. Aus diesem Grund veranstaltet die Stadt Potsdam noch bis Samstag die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien.

Weniger Möglichkeiten, sich mitzuteilen

Im Rahmen der Aktionswoche weist Katrin Hayn, Koordinatorin für Suchtprävention der Landeshauptstadt, auf die Risiken für Kinder und Jugendliche hin, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen und verweist auf entsprechende Unterstützungsangebote. Alle in Potsdam stattfindenden Aktionen sind auf der Internetseite coa-aktionswoche.de zu finden. 

Ein besonderes Problem sieht die Koordinatorin für Suchtprävention darin, dass Kinder aus betroffenen Familien derzeit kaum Kontakt zu Mitschüler:innen, Lehrkräften oder den Schulsozialarbeiter:innen haben. Die Kinder hätten dadurch weniger Möglichkeiten, Hilfssignale zu senden. Daher sei es wichtig, den Kontakt zwischen Fachkräften und suchtbelasteten Kindern und Jugendlichen aufrechtzuerhalten. Denn für die Betroffenen sei das Risiko hoch, selbst einmal an einer psychischen Störung oder an einer Suchterkrankung zu leiden.  

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Verschiedene Hilfsangebote

In Potsdam gibt es mehrere Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche aus Suchtfamilien. So bietet die Fachstelle für Konsumkompetenz des Vereins Chillout offene Sprechstunden auf analogem, digitalem und telefonischem Weg für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen bis 27 Jahre an. Außerdem unterstützt und berät die ambulante Suchtberatungsstelle des AWO Bezirksverbandes Potsdam suchterkrankte Eltern anonym und kostenfrei. Diese und alle weiteren Hilfsangebote zum Thema Sucht und seelische Gesundheit sind auch im Online-Wegweiser der Landeshauptstadt Potsdam zu finden, unter www.potsdam.de/wegweiser-seele

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.