• Kritik an linker Wahlkampfaktion in Potsdam

Aktion im Neuen Garten : Kritik an linker Wahlkampfaktion in Potsdam

Die Linke-Landtagsabgeordnete Isabelle Vandre bekommt nach einer Wahlkampfaktion am Heiligen See viel Gegenwind.

Linke-Abgeordnete Isabelle Vandre.
Linke-Abgeordnete Isabelle Vandre.Foto (Archivbild): promo

Nauener Vorstadt - Eine Protest- und Wahlkampfaktion am Heiligen See hat der Linken-Stadtverordneten und -Landtagsabgeordneten Isabelle Vandre im Nachgang viel Kritik im sozialen Netzwerk Facebook eingebracht. „Die Aktion entlarvt das Verhältnis der Linken zu Sicherheit und Ordnung“, monierte etwa der CDU-Stadtverordnete Matthias Finken. Vandre hatte ihre Aktion für mehr öffentliche Badestellen mit Kritik an der Parkordnung der Schlösserstiftung verbunden und provozierend erklärt, sie habe dabei gegen mehrere Bestimmungen im Welterbe verstoßen. Indes klagt die Schlösserstiftung schon lange über Schäden, die Badegäste im Neuen Garten verursachen.

Entsprechend fielen die Reaktionen aus. So schrieb der Verein Kulturstadt Potsdam, nur gemeinsam könne man geschützte Natur bewahren: „Das erwarten wir auch von gewählten Volksvertretern.“ Andere Kritiker sprachen von „populistischem Aktionismus“. 

Vandre verteidigt die Aktion

Die 30 Jahre alte Vandre, die in der Potsdamer Innenstadt um Wählerstimmen kämpft, verteidigte ihre Aktion. Sie wolle den Neuen Garten nicht zerstören und habe auch nicht dazu aufgerufen, erklärte sie bei Facebook. Ihr gehe es darum, beides zu berücksichtigen: „Das berechtigte Bedürfnis nach dem Schutz des Weltkulturerbes“ und „die Möglichkeit, die Gewässer in der Freizeit zu nutzen“. So habe sie mit der Aktion auch gegen die geplante Verkleinerung des Strandbads in Babelsberg protestieren wollen. Einhergehend mit der weiteren Privatisierung von Wasserzugängen nutzten immer mehr Potsdamer auch illegale Liegewiesen. Daher plädiere sie für mehr öffentliche Badestellen, „die die Artenvielfalt eben nicht beschädigen“.

CDU-Mann Finken kritisierte, selbst Respekt vor dem Hausrecht der Schlösserstiftung scheine im Wahlkampf nicht wichtig: „Hauptsache Aufmerksamkeit.“

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