• Filiale der Deutschen Bank in Potsdam-Babelsberg schließt

Ab Herbst 2019 : Filiale der Deutschen Bank in Babelsberg schließt

In der Wilhelmgalerie sollen Kunden dann künftig ihre Berater treffen. Auch einen Geldautomaten wird es in Babelsberg nicht mehr geben. 

Foto: REUTERS

Die Deutsche Bank gibt ihren Standort in Babelsberg auf: Am 25. Oktober soll die Filiale des Finanzunternehmens in der Karl-Liebknecht-Straße 11 schließen, so ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage der PNN. Damit ist die Deutsche Bank in Potsdam ab Herbst nur noch mit einer Filiale in der Wilhelmgalerie am Platz der Einheit vertreten. 

Alle acht Mitarbeiter aus Babelsberg sollen in den Standort Wilhelmgalerie übernommen werden. „Das heißt, unsere Kunden werden dort ihre bekannten Berater finden“, so der Sprecher. „Jene Kunden, die Schließfächer gemietet haben, wurden bereits benachrichtigt und haben die Möglichkeit, künftig ein Schließfach am neuen Standort zu nutzen.“

Kunden sollen Automaten der Cashgroup nutzen

Einen Deutsche Bank-Automaten soll es künftig in der Karl-Liebknecht-Straße auch nicht geben. Kunden der Bank haben jedoch die Möglichkeit, kostenlos die Automaten der sogenannten Cashgroup zu nutzen, einem Verbund von Deutscher Bank, Commerzbank, Postbank und Hypo Vereinsbank. Unweit der bald schließenden Filiale der Deutschen Bank gibt es einen solchen Automaten der Commerzbank in der Karl-Liebknecht-Straße 24. Die Cashgroup betreibt derzeit zehn Automaten in Potsdam.

Die Schließung der Filiale geht einher mit den kürzlich bekannt gegebenen Plänen der Deutschen Bank, den Konzern massiv umzubauen und zu verschlanken: Bis 2022 sollen weltweit 18.000 Stellen abgebaut werden, also droht fast jedem fünften Mitarbeiter die Entlassung. In welchen Bereichen die Stellen wegfallen sollen, ist allerdings noch nicht klar. Auch drei Vorstandmitglieder müssen gehen. Die Bank will nach Jahren der Misswirtschaft unter anderem das Investmentbanking um ein Drittel verkleinern. Aus dem weltweiten Aktiengeschäft zieht sich das Unternehmen vollständig zurück. Die Gesamtkosten des Umbaus werden auf 7,4 Milliarden Euro geschätzt. 

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